KFC Uerdingen: 0:3-Pleite gegen den 1. FC Kaiserlautern

0:3-Pleite gegen Kaiserslautern : Rückschlag folgt Rückschritt

Die 0:2-Niederlage am Montag beim MSV Duisburg hat beim KFC Uerdingen deutliche Spuren hinterlassen. Das Team verlor gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 0:3, nachdem es durch ein Eigentor von Assani Lukimya in Rückstand geraten war.

Das war ein ganz bitterer Nachmittag für den KFC Uerdingen. Die Mannschaft tat in der ersten Halbzeit viel zu wenig für die Offensive und geriet vor 4.453 Zuschauern durch ein Eigentor unglücklich in Rückstand. Nach dem Wechsel wurden die Gastgeber von den Pfälzern, die sich keineswegs wie ein Abstiegskandidat präsentierten, eiskalt ausgekontert.

Trainer Daniel Steuernagel und Teamchef Stefan Reisinger hatten die Mannschaft gegenüber der 0:2-Niederlage in Duisburg auf zwei Positionen verändert: für Christian Kinsombi kam Baboucar Barry und für Jean-Manuel Mbom durfte Ali Ibrahimaj von Beginn an ran. Davon versprach sich das Trainer-Duo mehr Schwung in der Offensive.

Für Gesprächsstoff sorgte derweil, dass Kevin Großkreutz erstmals seit seiner Verpflichtung zu Spielbeginn auf der Bank saß. Für jene, die den KFC jedoch etwas intensiver verfolgen, war das keine Überraschung, schließlich stand der Weltmeister von 2014 aufgrund einer Sperre und einer Verletzung seit dem 3. August nur einmal auf dem Platz. Es scheint, als sei er in puncto Fitness, Wettkampf und Mentalität einfach noch nicht bei jenen 100 Prozent, die dringend benötigt werden.

Die Lauterer, die in den vergangenen Tagen drei Spieler suspendiert hatten, suchten ihr Heil in der Offensive. Nach drei Niederlagen in Folge setzte der Tabellen-18. auf ein 4-3-3-System. Die 1.000 Anhänger der Roten Teufel hatten nach einer Viertelstunde schon den Torschrei auf den Lippen, als Uerdingens Verteidiger Alexander Bittroff mit einem Kopfball die Latte des eigenen Tores traf. In der 42. Minute traf dann ein anderer Uerdinger ins eigene Tor: Nach einer Flanke von Domini Schad sprang der Ball Assani Lukimya vor den Bauch und von dort ins Netz. Die Pausenführung der Gäste war glücklich, aber nicht unverdient, denn sie hatten mehr für das Spiel getan.

Die Uerdinger reagierten und brachten nach dem Wechsel in Osayamen Osawe und Christian Kinsombi zwei frische Offensivkräfte, was sich sogleich positiv bemerkbar machte. Tom Boere hatte den Ausgleich in der 50. Minute auf dem Fuß, doch schoss er aus zehn Metern frei stehend über das Tor. Prompt klingelte es auf der anderen Seite. Die Gäste konterten den anstürmenden KFC eiskalt aus. Christian Kühlwetter schloss den Gegenstoß in der 57. Minute erfolgreich ab und sorgte damit für die Vorentscheidung. Der schnelle Timmy Thiele machte in der 65. Minute mit einem weiteren erfolgreichen Konter den Deckel drauf. Weitere gute Konterchancen blieben ungenutzt. In der 87. Minute sah Adam Matuschyk noch die Gelb-Rote Karte - der Schlusspunkt an diesem unschönen, nass-kalten Nachmittag.

Damit sind die Uerdinger, die nach dem Trainerwechsel zehn Punkte aus vier Spielen geholt hatten, in dieser Woche durch zwei Niederlagen empfindlich aus der Bahn geworfen worden. War die Niederlage in Duisburg lediglich ein Rückschlag, so war der Auftritt gegen Kaiserslautern ein Rückschritt.

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