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KFC-Trainer Dimitry Voronov kann mit Kritik gut umgehen

Vor dem Spiel gegen Wuppertal : KFC-Trainer Dimitry Voronov kann mit Kritik gut umgehen

Der Trainer will den Tabellenzweiten mit einem kompakten System knacken. Zum Traditionsduell der Fußball-Regionalliga gegen Wuppertal werden Samstag in Velbert 1000 Zuschauer erwartet.

Auch wenn der KFC Uerdingen am Samstag um 14 Uhr als krasser Außenseiter den Wuppertaler SV empfängt, dürfen sich die Gäste ihrer Rolle als Favorit nicht zu sicher sein. „Die Pause nach den beiden englischen Wochen hat uns sehr gut getan. Meine Spieler sind wieder klar im Kopf“, sagte Dimitry Voronov am Freitag. Der Trainer will den Tabellenzweiten mit einem kompakten System knacken: „Der WSV agiert sehr offensiv und lauert auf den zweiten Ball. Da müssen wir uns sehr clever verhalten. Wir müssen auch unsere Torchancen eiskalt nutzen. Viele werden wir sicher nicht bekommen.“

Gesprochen wurde diese Woche über die fehlende Disziplin. „Wir fordern Aggressivität, aber die Spieler müssen sich klüger verhalten. Es darf nicht passieren, dass in einem Spiel 25:3-Freistöße gegen uns gepfiffen werden“, erklärte der Coach. Da drei Spieler gesperrt und vier verletzt sind, bieten sich ihm kaum personelle Varianten. Wahrscheinlich wird Torwart Jovan Jovic wieder zur Auflaufelf gehören. Auch Neuzugang Shun Terada dürfte nach seiner Einwechslung in Straelen zum ersten Mal von Beginn an dabei sein. Schließlich fehlten die beiden Stürmer Charles Atsina (gesperrt) und Abdul Fesenmeyer (verletzt).

Seitdem der KFC wieder auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht ist, wurde Trainer Voronov in den sozialen Netzwerken heftig kritisiert. „Damit kann ich leben. Jeder hat das Recht, seine Meinung zu äußern“, sagt der Coach. Der Sportliche Leiter Patrick Schneider stellte sich am Freitag vor den jungen Trainer: „Dimitry haben wir es zu verdanken, dass es den KFC überhaupt noch gibt. Ohne seine Arbeit im August hätten wir gar keine Mannschaft. Das darf keiner vergessen.“

Bei den Wuppertalern ist mit Ex-Profi Stephan Küsters ein ehemaliger Uerdinger der Sportliche Leiter. Nach zwei Unentschieden rechnet er Samstag fest mit einem Sieg. „Natürlich, aber genau das sind immer die schwierigsten Spiele. Viele sagen, die gewinnen eh da. Aber bis auf das 0:11 gegen RWE, für das es einige Gründe gab, hat sich der KFC stetig gesteigert. Das soll aber keine Ausrede sein. Wir wollen beim KFC auf jeden Fall gewinnen.“ Die Ereignisse rund um den KFC verfolgt er regelmäßig: „Es ist beeindruckend, wie die Fans die Mannschaft zu Hause und auch auswärts unterstützen. Das ist nicht selbstverständlich. Das zeigt die Tradition, die der Verein hat. Da entwickelt sich einiges in die richtige Richtung.“ Der KFC sei so eine Bereicherung für die Liga.