KFC Uerdingen: KFC sinnt auf Rache am kleinen Bruder

KFC Uerdingen : KFC sinnt auf Rache am kleinen Bruder

Nicht erst seit dem Pokal-Aus gegen die Erste Mannschaft Rot-Weiß Oberhausens besteht eine herzliche Abneigung der Uerdinger gegen die Kleeblätter. In der kommenden Saison begegnen sich die Teams auf Augenhöhe.

Wenn für den KFC Uerdingen heute Abend das viertletzte Spiel der laufenden Saison ansteht, dann könnte man vermuten, dass es eigentlich ein Spiel wie jedes andere sein sollte. Die Entscheidung über die Meisterschaft ist gefallen, und der Gegner hat auch nichts mehr mit dem Abstieg zu tun.

Dennoch birgt die Partie durchaus Brisanz: Denn die Uerdinger gastieren heute Abend um 19.30 Uhr bei der U23-Vertretung von Rot-Weiß Oberhausen. Deren Erstvertretung hatte vor Kurzem noch äußerst glücklich nach Elfmeterschießen die Uerdinger im Viertelfinale des Niederrheinpokals in der Grotenburg aus dem Wettbewerb geworfen. Heute steht also sozusagen die Revanche gegen den kleinen Bruder an.

Nach der Pokal-Partie lieferten sich die beiden Coaches Peter Kunkel und Eric van der Luer noch ein spannendes Duell in der Pressekonferenz. Kunkel sprach da zur Belustigung von manch einem Besucher von einem "souveränen Sieg" seines Teams, das die Partie "jederzeit im Griff" gehabt habe, während van der Luer stichelte, dass das Pokal-Aus für den KFC nicht so dramatisch sei, weil RWO die Pokaleinnahmen dringender benötige als der KFC.

Auch dieses Duell hatte seine Vorgeschichte, war Kunkel doch in der Hinrunde, als er noch die rot-weiße U23 betreut hatte, nach der 0:2-Niederlage im Auftaktspiel in der Grotenburg doch gar nicht erst zur Pressekonferenz erschienen. So dürfte also auch im Umfeld für allerhand Zündstoff gesorgt sein. Und im nächsten Jahr gibt es ein Wiedersehen mit der Oberhausener Erstvertretung in der Regionalliga.

Dementsprechend motiviert dürften die KFC-Akteure also heute Abend auflaufen, auch wenn es gegen die eigentlichen Pokalgegner wohl kein Wiedersehen geben dürfte: Oberhausens Erste spielt heute Abend parallel im Halbfinale des Niederrheinpokals beim TuS Bösinghoven um den Einzug ins Endspiel, und da es dort um die Eintrittskarte für den DFB-Pokal geht, ist wohl kaum damit zu rechnen, dass Stammkräfte bei der Zweiten aushelfen.

Uerdingens Fans freuen sich jedenfalls auf das Duell, zumindest haben sie intern angekündigt, zahlreich mitreisen zu wollen. Personell dürfte es keine großen Änderungen gegenüber dem Spiel gegen Hamborn geben. Vielleicht bekommt Verteidiger Norman Jakubowski eine Chance von Beginn an. Ab kommenden Dienstag stehen voraussichtlich mit Jan Pirschel und Ioannis Alexiou zwei weitere Alternativen wieder zur Verfügung.

(RP/rl)
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