KFC Uerdingen: KFC schuldet Lakis 780 000 Euro

KFC Uerdingen : KFC schuldet Lakis 780 000 Euro

Mäzen eines Fußballvereins zu sein, muss eine Form der Leidenschaft sein. Lakis, der Vorsitzende des KFC Uerdingen, dürfte davon ein Lied singen können. Bei der Mitgliederversammlung am Mittwoch kamen erstmals konkrete Zahlen ans Licht für das Geschäftsjahr 2010.

Denen zufolge hat der KFC das Jahr mit einem Minus von rund 330 000 Euro abgeschlossen. Wie Lakis bereits bei der Mitgliederversammlung zuvor versprochen hatte, hat er dieses Defizit über seine Firmengruppe ausgeglichen. Das hat zur Folge, dass der KFC insgesamt mit rund 780 000 Euro bei Lakis in der Kreide steht.

Rund 440 000 Euro Einnahmen standen in 2010 rund 770 000 Euro an Ausgaben gegenüber, davon entfällt der Löwenanteil mit knapp 430 000 Euro an die laufenden Kosten für das gesamte Personal. Sollte Lakis wider erwarten zurücktreten, so bedeutet dies nicht, dass er sofort sein Geld zurückfordern kann, sagte der Verwaltungsratsvorsitzende Andreas Galland, weil Lakis im so genannten Rangrücktritt steht. Das bedeute, dass selbst im Falle einer Insolvenz er der Letzte ist, an den ausgezahlt werden muss. Gleichwohl sollen diese Verbindlichkeiten auf lange Sicht zurückgezahlt werden.

Am Rande der Versammlung kursierten wilde Verschwörungstheorien im Kampf um den Aufstieg. Der Wuppertaler SV solle angeblich gegen Spitzenreiter TuRU bewusst verloren haben und auch deshalb ohne Verstärkungen aus der ersten Mannschaft angetreten sein. WSV-Trainer Michael Dämgen sagte dazu unserer Zeitung, dass er aufgrund von Personalproblemen keine Spieler "nach unten" abgegeben habe. Auch Lakis wolle dem nicht weiter nachgehen, sagte er.

(RP)
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