KFC Uerdingen: KFC ist zurück in der Spur

KFC Uerdingen : KFC ist zurück in der Spur

Die Uerdinger haben ihre jüngste Durststrecke ohne Sieg überwunden. Gegen den VfL Rhede gewannen sie mit 1:0 und liegen wieder vier Punkte vor Verfolger TuRU, das spielfrei hatte. Die Fans feierten ihr Team noch lange nach dem Schlusspfiff friedlich und fröhlich.

Es waren Szenen, die nicht vermuten ließen, dass noch vor einer Woche die Fans des KFC Uerdingen in heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei verwickelt waren. Die Partie der Uerdinger gegen den VfL Rhede war bereits gut 20 Minuten vorbei, der KFC hatte mit 1:0 gewonnen, und auf der Tribüne des Stadion feierte eine Menschenmenge von gut 200 Personen die Uerdinger und ein bisschen auch sich selbst - friedlich und fröhlich. "Ich seid bei uns jederzeit herzlich willkommen. Ihr seid keine Verbrecher. Danke an die tollen Fans des KFC Uerdingen", erscholl es da sogar aus den Stadionlautsprechern.

"Das ist unglaublich. Wir sind hier in der Sechsten Liga. Einfach unglaublich", sagte Stefan Hoffmann, der "Sechser" bei KFC, über die Stimmung, als er zum Auslaufen noch einmal auf den Rasen zurückkehrte.

Und weil seine Mannschaftskollegen ihm noch folgten, wurde das Auslaufen unter den bereits aktivierten Rasensprengern flugs zur unfreiwilligen Ehrenrunde - obschon die Spieler bereits nach dem Schlusspfiff geschlossen die komplette vordere Reihe des Publikums abgeklatscht hatten. Stellt sich nur die Frage: Was machen die Fans erst, sollte der KFC tatsächlich aufsteigen?

Denn mit dem 1:0-Erfolg ist der Aufstieg wieder ein Stückchen näher gerückt. Der Vorsprung auf die zuletzt etwas schwächelnde TuRU auf Düsseldorf beträgt nunmehr vier Punkte, allerdings haben die Landeshauptstädter, die am Montag im bestimmt nicht einfachen Lokalderby auf den SC West treffen, nun zwei Spiele Rückstand. Jetzt sind wir dran, jetzt sind wir am Drücker. Am Montag holen wir die nächsten drei Punkte. Das Ding lassen wir uns nicht mehr nehmen", versprach Kapitän Erhan Albayrak .

Dass sein Team wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden hat, war in den 90 Minuten zuvor ein gutes Stück Arbeit gewesen. Saban Ferati hatte bereits nach vier Minuten das goldene Tor zum Sieg erzielt, nachdem ihn zuvor der am Donnerstag überragende Abwehrchef Bastian Pinske mit einem langen Zuspiel bedient hatte.

Der KFC blieb nach dieser Führung feldüberlegen und spielte gefällig nach vorne, ohne großartige Möglichkeiten herauszuspielen. Jochen Höfler per Kopf nach Ferati-Flanke (10.) und Pinske nach Saka-Freistoß vergaben die größten Möglichkeiten. Rhede setzte hingegen auf Konter, die in der Regel recht schnell in der neu aufgestellten Dreierkette um Pinske endeten.

Im zweiten Durchgang wurden die Hausherren mutiger, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Tuncels Distanzschuss aus 20 Metern nach 50 Minuten strich am Tor vorbei, das war die größte Gelegenheit zu einem Treffer zu kommen. Auch der KFC, wo allein Jochen Höfler gleich zwei Mal nur den Außenpfosten traf (66./68.), blieb ohne weiteren Torerfolg. Das war auch das einzige, was Peter Wongrowitz zu bemängeln hatte: "Wir hätten noch ein zweites Tor nachlegen müssen, aber sonst war es ein gutes Spiel", sagte der Trainer, der seinem Team gestern und heute frei gab.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Grotenburg: Das ist die Heimat des KFC

(RP)
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