KFC Uerdingen: KFC bleibt dick im Geschäft

KFC Uerdingen : KFC bleibt dick im Geschäft

Mit dem 2:1-Erfolg hat der KFC Uerdingen gegenüber Verfolger Turu Düsseldorf vorgelegt im Aufstiegskampf. Der Sieg gegen Wuppertal war aber ein hartes Stück Arbeit. Heute soll Petar Kushev verpflichtet werden.

Dank einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang hat der KFC Uerdingen sich gestern Abend seine Aufstiegschance in die NRW-Liga bewahrt. Vor 1790 Zuschauern drehten die Blau-Roten einen 0:1-Pausenrückstand gegen die zweite Mannschaft des Wuppertaler SV und siegten mit 2:1.

Dass die Wuppertaler ein unangenehmer Gegner sein würden, hatte Trainer Peter Wongrowitz seiner ob der langen englischen Wochen ziemlich ausgelaugt wirkenden Mannschaft schon vor dem Spiel prophezeit. Und in der Tat spielten die um vier Akteure aus der ersten Mannschaft verstärkten Gäste munter nach vorne – und kamen auch zu ersten Chancen. Nach zwölf Minuten überlief Benedikt Schröder nach einem verlängerten Abschlag Bastian Pinske, doch Uerdingen Torwart Tim Weichelt stürzte sich dem Angreifer entgegen und klärte mit Glück und Geschick. Eine Minute später kam Wuppertals Dominik Ernst frei zum Kopfball, doch der Ball landete genau in Weichelts Armen.

Danach verflachte das Spiel erst einmal. Beide Teams neutralisierten sich weitestgehend, und Torchancen blieben hüben wie drüben aus – auch, weil die Uerdinger den vor allen bei hohen Bällen nicht gerade sicher wirkenden Wuppertaler Schlussmann Kevin Rauhut kaum forderten. Wie aus heiterem Himmel gingen die Gäste dann plötzlich in Führung. Murat Gümüstas hatte aus 20 Metern einfach mal geschossen, und der leicht abgefälschte Ball flatterte zum 1:0 in den Kasten (36.). Der KFC spielte nun besser nach vorne, agierte allerdings glücklos. Vier Minuten nach dem 0:1 stand Jochen Höfler bei Ersan Tekkans Zuspiel im Abseits, eine Minute vor der Pause traf Saban Ferati aus 16 Meter nach Vorlage von Igor Bendovskyi nur krachend die Querlatte, und mit dem Halbzeitpfiff kratzte ein Wuppertaler einen Schuss von Höfler nach einem Eckball noch soeben von der Linie.

Wongrowitz reagierte in der Pause mit einer offensiven Umstellung: Bendovskyi rückte aus der Dreierkette vor ins Mittelfeld, seinen Platz hinten links nahm Dustin Hähner ein. In der 55. Minute ging dann die Sonne über der Grotenburg unter und der Stern des KFC auf: eine feine Kombination über Tekkan und Höfler vollendete Kapitän Erhan Albayrak mit seinem Treffer aus 17 Metern zum Ausgleich.

Nach 66 Minuten wurde die Partie hektisch. Zunächst sah Wuppertals Kerem Kalan nach einem Foul an Hähner Gelb-Rot, drei Minuten später gerieten Bendovskyi und Ernst in eine Rangelei. In Überzahl kam der KFC dann zum Sieg: Eine Tekkan-Flanke erwischte Höfler mit dem Kopf und traf zum 2:1 (71.). Vier Minuten später scheiterte der Sturmführer aus 16 Metern an Schlussmann Rauhut. In der 90. Minute sah Wuppertals Dominik Ernst nach Notbremse gegen Ahmet Isiklar noch Rot.

Am Rande: Nach RP-Informationen soll der Bulgare Petar Kushev, der seit Monate mit trainiert, heute einen Vertrag beim KFC erhalten.

KFC: Weichelt - Njambe, Pinske, Bendovskyi (89. Isiklar) - Hoffmann, Saka - Hähner, Tekkan, Ferati (71. Steiner) - Albayrak (88. Cosgun), Höfler

(RP)
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