KFC-Aufstieg: Oh, wie war das schön

KFC-Aufstieg: Oh, wie war das schön

Nach dem Schlusspfiff in Wuppertal gab es kein Halten mehr: Nach 17 Jahren feierte der KFC wieder einen Aufstieg. Rund 3000 Fans feierten in Wuppertal den 2:1-Sieg, mit dem die Uerdinger die Meisterschaft perfekt machten. Anschließend ging die Party mit rund 2000 Anhängern in der Grotenburg weiter.

Es war die 68. Minute im Wuppertaler Zoostadion, als sich der Jubel wie eine Explosion aus dem Mund von rund 3000 Fans des KFC Uerdingen entlud: Saban Ferati hatte mit seinem Treffer zum 2:1 den Uerdinger Aufstieg perfekt gemacht. In den letzten 10 Minuten standen alle Ersatzspieler des KFC an der Seitenlinie, Arm in Arm, und zählten die nicht enden wollenden Sekunden herunter. Und mit dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Marcel Pelgrim stürmten die Spieler, Vorsitzender Lakis, Mannschaftsarzt Herbert Steinhauer und die Betreuer um Erwin Günther und Rainer Heinke auf den Platz: Der erste Aufstieg nach 17 Jahren war perfekt.

Danach ging die Party auf dem Platz richtig los. Erhan Albayrak stellte im Anstoßkreis eine KFC-Flagge auf. Sven Kegel stürmte mit einem riesigen Bierglas bewaffnet auf dem Platz und übergoss den Vorsitzenden Lakis damit. "Nie mehr sechste Liga", feierten die Fans, während das Team mit Sektfontänen feierte.

Auch in den Kabinen ging es anschließend hoch her. Die Gänge waren über und über mit Bier und Sekt getränkt, laute Musik schallte aus den Boxen. "Seht ihr TuRU, so wird das gemacht", sang die Mannschaft, während Eyüp Cosgun den Vorturner gab und zur internen Humba aufforderte. Die endete in einer Polonäse bis auf den Parkplatz, ehe es mit dem Bus zurück nach Krefeld ging, wo in der Grotenburg rund 2000 Fans auf das Team warteten.

Im Stadion stellte Kosi Saka seine Mannschaftskollegen vor. Uerdingens Bezirksvorsteher Elmar Jakubowski überreichte dem Top-Torschützen Jochen Hoefler die Torjägerkanone — 29 Treffer gehen auf das Konto des Mittelstürmers. Und der Uerdinger Heimatbund hatte für die Aufsteiger einen eigenen Pokal anfertigen lassen, der nun einen Ehrenplatz erhalten wird. "Ich bin der glücklichste Mensch heute", rief Lakis den Fans zu, die ihn mit Sprechchören feierten.

"Das ist ein unglaublich tolles Gefühl", gab der Siegtorschütze Saban Ferati zu Protokoll. "Ich habe schon drei Mal in einem Finale gestanden und bin einmal aufgestiegen, aber das hier toppt alles. Das ist viel besser als die deutsche Meisterschaft in der Jugend." Ferati, dessen Vertrag ausläuft, würde übrigens gerne bleiben: "Ich denke, dass wir uns jetzt in Kürze mit Herrn Lakis zusammensetzen."

Auch Tim Weichelt, der im Verlaufe der Saison zur Nummer Eins im Tor wurde, nachdem sich Ronny Kockel an der Schulter hatte operieren lassen, genoss den Aufstieg in vollen Zügen. Mit dicker Zigarre in der Hand sagte er: "Das ist mein erster Aufstieg im Seniorenbereich. Hoffentlich kommen da noch welche zu. Das ist einfach unglaublich."

Hier geht es zur Bilderstrecke: 2011: So feiert der KFC Uerdingen den Aufstieg

(RP)