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Je länger der KFC Uerdingen zittert, desto besser

Ziel 22. Mai : Je länger der KFC zittert, desto besser

Der KFC war nach der Niederlage in Kaiserslautern dem Abstieg schon sehr nahe, doch die Konkurrenten ließen die Chance liegen. Die Uerdinger können aufatmen und müssen sich nun aufraffen und auch mal selber punkten.

Die gefühlte Achterbahnfahrt des KFC Uerdingen geht weiter. In den zurückliegenden Tagen hat sie allerdings an Geschwindigkeit derart zugenommen, dass manch ein Fan nicht mehr hinsehen mochte. Am Mittwoch sinkt der Mut nach dem verlorenen Heimspiel gegen Viktoria Köln, am Donnerstag geben die Gläubiger ein ermutigendes Signal, indem sie dem vorgelegten Insolvenzplan zustimmen, am Samstag scheint der KFC nach der Niederlage in Kaiserslautern bereits abgestiegen und nicht mehr zu retten, am Sonntag verlieren auch beide Konkurrenten, so dass die Hoffnung zurückkehrt. Und nun?

Fest steht nur eines: Es gibt keinerlei Planungssicherheit. Ob die Uerdinger im Saisonendspurt tatsächlich noch den Klassenerhalt feiern können, steht frühestens am 22. Mai gegen 15.50 Uhr fest. Sollte die Entscheidung früher fallen, so wäre sie negativ und würde den Abstieg bedeuten.

Das wiederum wäre für den Verein ein Desaster, denn es würde bedeuten, dass anstatt der Planungssicherheit die Unsicherheit zunehmen würde. Dann wäre der vorgelegte Insolvenzplan obsolet, dann wäre es höchst fraglich, ob Investor Roman Gevorkyan über das Saisonende hinaus den Verein alimentieren würde, dann wäre ungewiss, ob der KFC überhaupt in der Regionalliga spielen könnte. Der Abstieg könnte also einen Domini-Effekt großen Ausmaßes auslösen.

Noch besteht die Chance, einen solchen Super-Gau zu verhindern. Dazu müssten die Spieler möglichst all das vergessen, was in den zurückliegenden Tagen, Wochen und Monaten war. Dazu müssten sie erkennen, dass es an ihnen liegt, ihre Drittligatauglichkeit nachzuweisen, um sich eine gute Verhandlungsbasis für die kommende Saison zu verschaffen.