1. Sport
  2. Fußball
  3. KFC Uerdingen

Gegen RW Oberhausen: Zum Regionalliga-Auftakt hat der KFC Uerdingen nichts zu verlieren

Am Samstag gegen Oberhausen : Zum Regionalliga-Auftakt hat der KFC Uerdingen nichts zu verlieren

Der KFC Uerdingen geht als Abstiegskandidat Nummer eins in die Regionalliga-Saison. Zum Auftakt tritt die Mannschaft am Samstag bei Rot-Weiß Oberhausen an. In dem Duell geht es für manche nur um die Höhe des Resultats.

Die Freude in Oberhausen war groß, als der Spielplan der Fußball-Regionalliga veröffentlicht wurde. Die Macher hatten entschieden, dass zum Auftakt im Niederrheinstadion ein Duell zweier ehemaliger Bundesligisten steigt. Doch noch größer war die Freude der Rot-Weißen darüber, dass der KFC Uerdingen kommt. Denn jeder weiß, wie wichtig ein guter Start in die Saison ist und der scheint aufgrund der Ansetzung in Oberhausen gegeben. Seit Wochen spekulieren die Fans über den Ausgang der Partie, aber nicht darüber, wer sie gewinnt, sondern lediglich über die Höhe des Erfolgs des haushohen Favoriten RWO.

Doch bei diesem Spiel steigt Oberhausens Trainer Mike Terranova aus, da will er nicht mitmachen. Der Coach, der bereits beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Vereine bei RWO das Sagen hatte, macht das, was alle seine Kollegen in ähnlicher Situation tun: er warnt.  „Es ist wirklich schwierig, meine Mannschaft auf den Gegner vorzubereiten“, hat er gegenüber RevierSport gesagt. „Eine Sache ist klar: In solchen Spielen kann man nur verlieren. Die Erwartungshaltung ist sehr groß. Für uns ist es wichtig, dass wir tief stapeln und die Partie absolut ernst nehmen. Wir müssen konzentriert auftreten und dürfen nicht leichtsinnig sein“, forderte der Fußballlehrer. „Klar ist aber auch, dass wir mit drei Punkten starten wollen. Das ist unabhängig von dem jeweiligen Gegner. Wir haben ein Heimspiel und peilen den ersten Sieg an. Ich freue mich auf das Spiel und vor allem auf die Rückkehr der Fans. Es wäre schön, wenn sie uns zahlreich unterstützen kommen.“

Unterstützung ist dem krassen Außenseiter Uerdingen sicher. Die Fans stehen zum Verein und zum eingeschlagenen Weg. Sie haben sich in den vergangenen Wochen darauf eingestellt, dass ihre Mannschaft fußballerisch meist deutlich unterlegen sein wird. Aber die Anhänger sind bereit, alles zu geben, so wie die Spieler bereit sind, ihr Bestes zu tun: rennen, kämpfen und bei einem Rückstand nicht aufgeben.

Auch wenn sie es nicht so sehen: Es scheint, als hätten Trainer Dmitry Voronov, der Sportliche Leiter Patrick Schneider und Co-Trainer Levan Kenia ein Himmelfahrtskommando übernommen. Ihr Vertrauen in den Talentschuppen ist riesengroß. Natürlich haben sie ihren meist 19 und 20 Jahre alten Schützlingen klar gemacht, dass dies ein Lehrjahr wird. Aber sie sind auch der festen Überzeugung, dass sie fünf Mannschaften hinter sich lassen und damit den Abstieg verhindern können. Oberhausen zählt vielleicht nicht zu den Top-Vier der Liga und dennoch treten dort gestandene Profis vor den Ball. Da hat der KFC nichts zu verlieren – schließlich geht es für manche nur um die Höhe des Resultats.