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Gegen Mönchengladbach: KFC Uerdingen muss Stürmer Charles Atsina ersetzen

Gegen Mönchengladbach : KFC Uerdingen muss Stürmer Charles Atsina ersetzen

Den 32 Jahre alten Ghanaer plagen vor dem Spiel bei Borussia Mönchengladbach II muskuläre Probleme. Die Uerdinger wollen in dem ungleichen Duell ihre Leidenschaft in die Waagschale werfen – und so erneut punkten.

Wenn der KFC Uerdingen und Borussia Mönchengladbach II am Samstag um 14 Uhr im Grenzlandstadion gegeneinander antreten, so treffen zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite die gebeutelten Gäste, die erst eine Woche vor dem Meisterschaftsauftakt eine Mannschaft zusammenstellen konnten und quasi ohne Vorbereitung in die Saison gestartet sind; auf der anderen Seite der Talentschuppen eines Bundesligisten, der über beste Voraussetzungen verfügt – nicht nur finanziell, sondern auch personell und bezüglich der Infrastrufktur. Und doch verbindet beide Mannschaften etwas.

Da ist zum einen Heiko Vogel, der 2019 in Uerdingen als Trainer tätig war und nun für den Unterbau des Bundesligisten zuständig ist, zum anderen die Erfahrungen mit Rot-Weiß Oberhausen, denn gegen diesen Gegner haben beide bereits gespielt. Die Uerdinger verloren zum Saisonauftakt im Niederrheinstadion 0:6, Borussia II vergangenen Samstag 2:3. Lässt sich daraus ableiten, dass die Fohlen stärker sind als die Blau-Roten?

Trainer Dmitry Voronov sieht darin keinen Automatismus und verweist auf den zeitlichen Aspekt, der für ihn eine große Rolle spielt. „Wir haben immer gesagt, dass wir es in den ersten Wochen schwer haben werden, weil uns die Vorbereitung fehlt“, sagt er. „Aber wir sehen eine Entwicklung und sind auf einem guten Weg, das hat das 0:0 gegen Alemannia Aachen doch gezeigt.“

Der Punktgewinn ohne Gegentor war nach der zuvor erlittenen 2:8-Schmach beim 1. FC Köln II durchaus eine positive Überraschung – nur für Voronov nicht. „Es war doch klar, dass wir ohne Vorbereitung am Ende der englischen Woche im roten Bereich sind“, erklärt er. „Gegen Aachen waren wir dann wieder eine Woche weiter und erkennbar frischer.“ Aber auch defensiv deutlich stabiler, wozu die beiden neuen Abwehrspieler   Pepijn Schlösser und Jesse Sierck beitrugen. Sie werden in Mönchengladbach natürlich wieder dabei sein. „Wenn man kein Gegentor kassiert, macht es wenig Sinn, die Viererkette zu ändern“, sagt Voronov.

In der Offensive ist er jedoch zu einer Änderung gezwungen. Charles Atsina, der gegen Aachen zur Pause in der Kabine blieb, machen muskuläre Probleme derart zu schaffen, dass er am Samstag passen muss. Als Alternative bieten sich Justin Neiß, der gegen Alemannia für frischen Wind sorgte, oder Joshua Yeboah an. Der neu verpflichtete Ji-Hwan Yun hingegen ist noch nicht spielberechtigt.

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Die Uerdinger, die gegen Aachen ihren ersten Punktgewinn feierten, wollen daran nahtlos anknüpfen. „Wir wollen jedes Spiel gewinnen und eine genauso leidenschaftliche Leistung zeigen wie gegen Aachen“, sagt Voronov. „Wenn wir uns weiter so entwickeln, werden wir auch punkten. Man merkt, dass die Mannschaft mehr will.“ Dieser Erfolgshunger und Kampfeswille sind es, der die KFC-Fans nicht nur milde stimmt, sondern begeistert. Über 300 Anhänger werden die Mannschaft begleiten und unterstützen und so wahrscheinlich für Heimspiel-Atmosphäre sorgen.