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Fußball: Wechselhaftes Regionalliga-Debüt von Uerdingens Torhüter Timo Meißner

Beim 4:3-Sieg in Lippstadt : Das hat auch Uerdingens Trainer Alexander Voigt überrascht

Das letzte Saisonspiel des KFC Uerdingen beim SV Lippstadt war ein Spiegelbild der nun abgelaufenen Saison. Allerdings gab es nach einer Steigerung in Ostwestfalen einen 4:3-Sieg, während am Ende der Spielzeit der Abstieg aus der Regionalliga steht.

Trainer Alexander Voigt hat sich bei der Mannschaft bedankt: für ihre Einsatzbereitschaft, für ihren Willen, diese schwere Saison mitzugehen, für ihre Moral, an den Klassenerhalt zu glauben und nie aufzugeben. Als Dankeschön schickte er zum Beispiel Timo Meißner und Jan Heiduck in Lippstadt aufs Feld, die so ihr Regionalliga-Debüt gaben. Und es passte ins Bild, dass der extrem ersatzgeschwächte KFC Uerdingen sein letztes Saisonspiel beim SV Lippstadt nicht nur mit 4:3 gewann, sondern die Partie nach einem 1:3-Rückstand drehte.

Jener Treffer zum 1:3 ging auf die Kappe von Meißner. Ein Abspielfehler im Strafraum ermöglichte den Gastgeber den Zwei-Tore-Vorsprung. Die Partie schien gelaufen. Doch es gab keine Vorwürfe der Mitspieler, die die Ärmel hoch krempelten, sondern aufmunternden Applaus. „Schöne Scheiße, hab ich da gedacht und in dem Moment wirklich nicht gedacht, dass wir das Ding noch biegen“, gesteht Voigt. „Aber wir sind dran geblieben mit einem Rumpfkader. Dazu kam, dass die Abwehr von Lippstadt Sommerfußball gespielt hat. Aber dass, was die Mannschaft im Laufe der Rückrunde ausgezeichnet hat, die Moral, das haben sie heute wieder gezeigt.“

Am Ende war es tatsächlich ein Mannschaftserfolg, denn Meißner bekam in der zweiten Halbzeit die Möglichkeit, sich auszuzeichnen und nutzte sie. Abdul Fesenmeyer, der lange verletzt war, erzielte seine Saisontore neun und zehn in seinem 22. Spiel. Der erst 20-Jährige ist spielerisch limitiert, aber schnell und abschlussstark. Aber es war Marcel Kretschmer, der den Uerdingern mit seinem Treffer zum 2:3 Leben einhauchte und sie beflügelte. Und was Levan Kenia erneut zeigte, wie er für den Absteiger in dem eigentlich belanglosen Spiel arbeitete und rackerte, war geradezu ungeheuerlich. „Er hat das Ding in der Rückrunde so mitgedreht“, sagt Voigt. „Die Qualität hatten wir vorher nicht.“ Der Coach würde es nicht nur gerne sehen, wenn Kenia bleibt, sondern sagt deutlich: „Ich hoffe, dass er auch in der nächsten Saison für uns spielt.“