KFC Uerdingen zu Gast bei Hamborn 07 Warum Trainer Alexander Voigt keine Ausreden mehr hat

Krefeld · Das gibt es auch nicht alle Tage. Trainer Alexander Voigt stöhnt, weil er zu viele gute Spieler hat. Der Trainer des KFC Uerdingen hat die Qual der Wahl vor dem Oberligaspiel bei Hamborn 07. Wer am Sonntag auf dem Platz steht und wer zuschauen muss.

 Alexander Lipinski und Shun Terada bilden ein Top-Duo im Angriff.

Alexander Lipinski und Shun Terada bilden ein Top-Duo im Angriff.

Foto: BRAUER-Fotoagentur/Oliver Kaelke

Die Probleme hätte manch anderer Trainer gerne! Fußball-Oberligisten KFC Uerdingen beklagt derzeit nur die beiden langzeitverletzten Außenverteidiger Phil Zimmermann Kreuzbandriss) und Verdran Beric (Schlüsselbeinbruch). „Alle anderen Spieler sind fit“, freut sich Trainer Alexander Voigt vor der Begegnung bei den Sportfreunden Hamborn 07 (Sonntag, 14.30 Uhr), der sich auf diese Weise mit einem ganz besonderen Problem konfrontiert sieht: Er hat zu viele gute Spieler.

Eine Position, die gesetzt ist, ist die zwischen den Pfosten. Dort steht Robin Udegbe, die unumstrittene Nummer eins. Die Abwehr bereitet Alexander Voigt ebenso wenig Probleme wie allzu oft den Gegnern. Kapitän Leonel Kadidata und Sander Rau bilden die Innenverteidigung, im Falle einer Dreierkette käme Babacar M’Bengue hinzu. In Philipp Meißer und Ryo Iwata stehen immerhin noch zwei Außenverteidiger bereit.

Im Sturm ist der starke Alexander Lipinski gesetzt und Top-Torjäger Shun Terada hat sich in der zurückliegenden Trainingswoche wieder angeboten, nachdem er zuletzt wegen zu geringen Engagement hatte zuschauen müssen. „er präsetiert sich besser und frischer als zuletzt“, berichtet Voigt. „Shun ist immer ein Thema.“ Alternativen im Angriff sind der schnelle Joshua Yeboah und Younes Mouadden, die jedoch zunächst auf der Bank Platz nehmen müssen.

Das mit Abstand größte Überangebot besteht im Mittelfeld. Hier wollen nicht nur die offensiv ausgerichteten Levan Kenia und Gianluca Rizzo zum Einsatz kommen, sondern auch Kevin Weggen, Maik Odenthal, Pascale Talarski, Kai Evers und Maximilian Funk. „Das ist die größte Qual. Alle sind fit, alle im Training, da kann man nicht mehr sagen, du bist im Rückstand“, sagt der Coach und fügt lachend hinzu: „Für ich gibt es keine Ausreden mehr – für die Spieler aber auch nicht.“

Aber dann wird Voigt ernst, denn er weiß um die Problematik, gestandene Spieler, die auf die Bank müssen, bei Laune zu halten. „Es ist schön, wenn man so viele gesunde Spieler hat, aber da werden wieder einige sauere Äpfel gebissen werden müssen, auch von etablierten Spielern.“

In Hamborn zählt für die Uerdinger nur ein Sieg, aber nicht nur dort. „Ich möchte, dass wir in den vier Wochen bis Weihnachten konstant unsere Leistung zeigen, die wir bringen können“, sagt Voigt. „Wir sind stark genug, um diese Spiele alle zu gewinnen und das sollten wir möglichst auch. Und wir dürfen auch nicht nach ein, zwei Siegen zufrieden werden.“

Bis zur Weihnachtspause soll der bereits vier Punkte betragende Rückstand auf den Spitzenreiter SSVg Velbert möglichst verringert werden; vergrößern darf er sich auf keinen Fall.

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