1:2 beim TuS Königsdorf Die Niederlage macht den Test für den KFC richtig wertvoll

Königsdorf · Der Regionalliga-Absteiger KFC Uerdingen verliert beim Oberliga-Aufsteiger TuS Königsdorf mit 1:2. Im und um das Spiel herum gab es so einige Kuriositäten. So wurde zum Beispiel nach einem Platzverweis mit elf gegen elf weiter gespielt.

 Moritz Blank scheitert am Königsdorfer Torhüter Jannis Häck.

Moritz Blank scheitert am Königsdorfer Torhüter Jannis Häck.

Foto: BRAUER-Fotoagentur/Stefan Brauer

Was war das für ein Empfang! Mehrere Blaskapellen zogen unmittelbar vor dem Anpfiff zum Sportplatz, wo der Oberliga-Aufsteiger den Traditionsverein KFC Uerdingen zum Testspiel erwartete. Und als die beiden Mannschaften auf dem Platz standen und auf den Anpfiff warteten, gab es dreimal einen extrem lauten Knall – Böllerschüsse vor dem Sportplatz. Waren das die Uerdinger Ultras? Die standen ganz brav unter den 150 Zuschauern, von denen zwei Drittel aus Krefeld gekommen waren. Des Rätsels Lösung: Schützenfest in Königsdorf mit dem Zelt direkt neben dem Kunstrasen.

Auf dem Platz wurde kein Feuerwerk abgebrannt, aber ein ordentliches Testspiel gezeigt. Die Gastgeber gaben nur in den ersten Minuten den Ton an,dann übernahm der KFC das Kommando. Pascale Talarski und Younes Mouadden prüften den Königsdorfer Torhüter Jannis Häck, doch nach einem Ballverlust im Mittelfeld klingelte es auf der anderen Seite. Matthias Hein brachte die Gastgeber in Führung. Mouadden erzielte zehn Minuten später mit einem schönen Schuss an den Innenpfosten den Ausgleich.

Die spektakulärste Szene gab es vier Minuten vor der Pause. Da zeigte der Schiedsrichter Talarski die gelbe Karte wegen Meckerns und weil er nicht aufhörte, schickte er ihn mit Gelb-Rot vom Feld. Spektakulär wurde die Aktion jedoch erst mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit – da standen nämlich wieder elf erdinger auf dem Platz. „Der Schiedsrichter hat seinen Fehler eingesehen“, sagte Trainer Alexander Voigt augenzwinkernd, der sich mit dem Unparteiischen und dem Gegner darauf verständigt hatte, dass das Testspiel mit elf gegen elf fortgesetzt wird.

Nach der Pause war es ein Spiel auf ein Tor – das der Königsdorfer. Aber die Uerdinger waren zu ballverliebt, wollten ihn ins Tor tragen, verzichteten auf die Abschlüsse und mögliche Tore. Dafür gestatteten sie den Gastgeber einen Konter, den Hein in der Schlussphase zu seinem zweiten Tor nutzte. Durch diesen Treffer war das Testspiel verloren, aber für die Uerdinger erst so richtig wertvoll geworden. „Das war ein idealer Test für das, was uns zum Beispiel in Sonsbeck erwartet“, sagte Voigt. „Wir haben gezeigt, wie man es besser nicht macht, was die Torchancen angeht.“

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