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Fußball: Trainer Alexander Voigt vom KFC Uerdingen kennt das Geschäft​

Unruhe beim KFC Uerdingen : Trainer Alexander Voigt kennt das Geschäft

Dass es nach einem enttäuschenden 2:2 im Derby gegen den SC St. Tönis und nur vier Punkten aus vier Spielen unruhig wird, wundert Trainer Alexander Voigt nicht. Der Verein hat Stürmer Gianluca Rizzo verpflichtet.

Alexander Voigt hat in der Bundesliga und in der zweiten Liga für den 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach gespielt. Ihm braucht also niemand zu erklären, welch eine Bedeutung ein Derby hat. Er ist in den rheinischen Duellen aufgelaufen, er weiß um die Befindlichkeiten der Fans. So war es für ihn auch keine Überraschung, als nach dem 2:2 des KFC Uerdingen beim SC St. Töns die Wogen hoch schlugen, die Fans enttäuscht waren und dies auch ziemlich ungeniert kund taten.

Die Sorge der Anhänger ist groß, dass der KFC, der aus den zurückliegenden vier Begegnungen nur vier Punkte holte, im Mittelmaß der Oberliga verschwindet. Die Gefahr besteht zumindest kurz- und mittelfristig, sollte das Spiel am kommenden Samstag (17 Uhr) gegen die SSVg Velbert verloren gehen, zumal die Uerdinger dann weitere Brocken vor der Brust haben: Meerbusch, Essen, Homberg, Hilden.

Alexander Voigt, früher ein kampf- und nervenstarker Verteidiger mit 79 Bundesliga- und 209 Zweitligaspielen auf dem Buckel, bewahrt die Ruhe. „Wir haben Anfang der Woche ganz normal trainiert und gearbeitet“, sagt der Coach. „Ich bin kein Freund davon, irgendwelche Aktionen zu starten, um nach Außen ein Zeichen zu setzen. Wir haben alles klar angesprochen, auch die Leistungen einzelner Spieler, damit sie besser werden.“ Dass im Umfeld Unruhe aufgekommen ist, hat er wahrgenommen, ihn aber nicht irritiert: „Dass nach solchen Spielen Unmut geäußert wird, ist doch normal. Wenn wir das nicht abkönnen, müssen wir aufhören bei diesem Verein, dann sind wir hier falsch.“

Voigt sieht in dem Gespräch zu Wochenbeginn auch keine Krisensitzung. „Es ist doch eigentlich selbstverständlich, dass man sich da austauscht“, sagt er. „Wir haben die Verfassung einzelner Spieler diskutiert, aber auch wir wir Prozesse im Umfeld optimieren können, die vielleicht ein, zwei, drei Prozent der Konzentration beeinträchtigen.“

Wenngleich Voigt kein Freund von Aktionen ist, so hat der KFC am Mittwoch doch noch einen Spieler verpflichtet: Gianluca Rizzo. Der 25-jährige gebürtige Krefelder ist vor allem als Mittelstürmer sowie offensiver Mittelfeldspieler einsetzbar.

In der vergangenen Saison war er für den Niederrheinpokalsieger SV Straelen in der Regionalliga West aktiv, zuvor war für die zweiten Mannschaften von Dortmund, Ingolstadt und Borussia Mönchengladbach auf Torejagd. Insgesamt kommt der ehemalige Jugendnationalspieler Rizzo auf über 100 Einsätze in der vierthöchsten Spielklasse. Damit verstärkt er die Fraktion ehemaliger Straelener, denn auch Robin Udegbe, Vedran Beric und Shun Terada kamen von dort. „Ich freue mich riesig, dass ich als Krefelder ab sofort für meine Heimatstadt spielen darf“, sagt Rizzo. „Das habe ich mir schon immer gewünscht. Klar, mir wäre es auch lieber gewesen, wenn das ein, zwei Ligen höher gewesen wäre. Aber so kann und will ich mit anpacken, dass wir gemeinsam unsere Ziele erreichen werden.“

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Der 25 Jahre alte Stürmer hat in den vergangenen Wochen immer wieder mal mittrainiert und ist daher für Trainer Alexander Voigt kein Unbekannter. Zwar trainiert auch Sinan Kurt mit, doch ist seine Versplichtung kein Thema.