Diskussion um die Aufstellung KFC-Trainer Voigt setzt sich vom Krankenbett aus durch

Krefeld · Der an Corona erkrankte Trainer des KFC Uerdingen Alexander Voigt trifft nach intensiver Diskussion mit dem Sportlichen Leiter Patrick Schneider vom Krankebett aus die richtigen Entscheidungen.

Torschütze Levan Kenia vernascht Duc Anh Nguyen Nhu.

Torschütze Levan Kenia vernascht Duc Anh Nguyen Nhu.

Foto: BRAUER-Fotoagentur/Oliver Kaelke

Alexander Voigt geht es wieder erheblich besser. Das liegt aber vor allem daran, dass sich die Corona-Infektion wieder abschwächt. Aber auch der 4:0-Sieg des KFC Uerdingen gegen den Abstiegskandidaten FC Kray hat ihn zumindest nicht geschwächt. Das Spiel, das er vom Krankenlager aus „natürlich gesehen“ hat, war die erste Pflichtaufgabe; vier weitere folgen noch vor der Weihnachtspause.

Alexander Voigt, früherer Bundesliga-Abwehrspieler, hat auch aus der Ferne Durchsetzungsvermögen bewiesen. „Normalerweise bin ich Sportlicher Leiter und mische mich in die Aufstellung des Trainers nicht ein, heute war es anders, weil ich an der Seitenlinie stand und die Entscheidung treffen musste“, sagte Patrick Schneider nach dem Spiel beim Fan-Radio Blau-Rot. „Wir haben diskutiert, aber am Ende hat der Trainer die Aufstellung gemacht, und wie man sieht: er hatte recht. Es war die richtige Aufstellung zum heutigen Zeitpunkt.“

 Gegen den Abstiegskandidaten stand der KFC, der zuletzt viel zu viele Gegentore kassiert hatte, um seinen Ansprüchen gerecht zu werden, defensiv stabil. Die Gastgeber waren so dominant, dass die Essener kaum einmal über die Mittellinie, geschweige denn zu Chancen kamen. Allerdings bedurfte es in der Offensive eines Traumtores von Levan Kenia, der zudem zwei weitere Treffer vorbereitete und somit der Mann des Abends war. Stabilität in der Defensive, spielerische Überlegenheit und Geduld waren die Faktoren, die zu einem ungefährdeten Erfolg führten – und sie sollten es auch in Zukunft sein. Denn der Heimsieg gegen Kray war nicht mehr als eine Pflichtübung. Und weil die Uerdinger schon zu viele Punkte verschenkt und Spitzenreiter SSVg Velbert haben vier Punkte davon ziehen lassen, stehen sie weiter unter erheblichem Druck. Dabei kommt ihnen der Spielplan bis zur Weihnachtspause entgegen, denn sie dürfen drei Mal auswärts antreten – in Hamborn, beim MSV Düsseldorf und SC Cronenberg – und müssen nur noch einmal zu Hause antreten. Die Partie hat es allerdings in sich, denn mit der Ratinger Spielvereinigung 04/19 kommt ein Verfolger, der einen alten Bekannten mitbringt: Samed Yesil.

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