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Fußball-Regionalligist KFC Uerdingen holt Younes Mouadden vom 1. FC Kleve

Younes Mouadden kommt vom 1. FC Kleve : KFC Uerdingen würde Kapitän Leonel Kadiata gerne halten

Aber es stehen auch noch mehr als ein halbes Dutzend weiterer Spieler auf der Wunschliste. Ein guter Saisonabschluss könnte in den Gesprächen hilfreich sein. Am Mittwoch bestreiten die Uerdinger ihr Nachholspiel in Lotte.

Vier Neuverpflichtungen für die kommende Saison hat der KFC Uerdingen bereits perfekt gemacht. Nach Pascale Talarski vom VfB Homberg, Kevin Weggen vom FC Wegberg-Beeck und Alexander Lipinski vom 1. FC Bocholt wurde nun auch Younes Mouadden vom 1. FC Kleve verpflichtet. Alle vier haben jeweils einen Vertrag unterschrieben, der sowohl für die Regionalliga als auch für die Oberliga gültig ist.

Aber wer bleibt vom jetzigen Kader? Welche Spieler will der Verein halten? Und welche Spieler sind bereit, in der kommenden Saison höchstwahrscheinlich in der Oberliga aufzulaufen und an dem Projekt Wiederaufstieg mitzuwirken? „Wir führen Gespräche“, sagt Trainer Alexander Voigt, der allerdings keine Namen nennen möchte. Zum einen, um keine Unruhe in die Mannschaft zu tragen; zum anderen, um öffentliche Absage zu vermeiden. „Die Jungs warten ab. Das verstehe ich auch, schließlich war ich selber mal Spieler und kenne das.“

Allerdings ist es sicherlich kein Geheimnis, dass der KFC die Spieler, die (zuletzt) ordentliche Leistungen gezeigt haben, halten will. Schließlich möchte jeder Verein mit seinen Leistungsträgern die Zukunft gestalten. Zum Kreis der Kandidaten, die die Uerdinger halten wollen, zählen sicherlich Kapitän Leonel Kadiata, Pepijn Schlösser, Jason Prodanovic, Torhüter Jovan Jovic und Torjäger Abdul Fesenmeyer.

Leonel Kadiata ist der Mannschaftskapitän. Der Defensivspieler hat nur in drei Regionalliga-Begegnungen gefehlt. Er ist aber nicht nur in der Viererkette wichtig, sondern auch für das Innenleben der Mannschaft. Seine Eltern sitzen meist auf der Tribüne, sie versäumen kaum ein Spiel, nehmen auch die weiten Fahrten wie zum Beispiel nach Wiedenbrück in Kauf. Vielleicht ist das auch ein Bild dafür, dass Leonel Kadiata auf Zusammenhalt setzt, dass ihm Gemeinschaft wichtig ist.

Kadiata ist über die Entwicklung der Mannschaft erfreut. „Wir werden von Woche zu Woche besser, unsere harte Arbeit zahlt sich langsam aus“, sagte er nach der 0:3-Niederlage in Essen. Dort und in den Monaten zuvor hat er gezeigt, dass er Niederlagen wegstecken kann, dass er Nehmer-Qualitäten besitzt, dass er nicht so leicht aufgibt. Aber ist er auch bereit, nach einem Abstieg in die Oberliga am Projekt Wiederaufstieg mitzuwirken? Vielleicht, wenn ihm eine Perspektive aufgezeigt wird; wenn es nicht wieder zu einem völligen Neuaufbau kommt; wenn das Gerüst gehalten und gezielt verstärkt wird. Und auch vielleicht, wenn ein guter Saisonabschluss gelingt.

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Am Mittwoch (19.30 Uhr) führt der Weg des KFC zu den Sportfreunden Lotte. Ein Duell zweier Abstiegskandidaten. „Beide müssen gewinnen“, sagt Trainer Alexander Voigt. „Da wird es kein Taktieren geben.“ Realistisch betrachtet, ist es für die Gastgeber die vielleicht letzte Chance, um Anschluss an das rettende Ufer zu halten, während der KFC bis zum Saisonende zumindest noch ein, zwei, drei Plätze gut machen will. Der Einsatz von Tim Brdaric (Mandelentzüdung) ist ebenso ungewiss wie der von Shun Terada (Sprunggelenk).