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Fußball: Fans des KFC Uerdingen bestellen Spieler zum Rapport

Nach dem 2:2 beim SC St. Tönis : KFC-Fans bestellen die Spieler zum Rapport

Der KFC Uerdingen kommt beim SC St. Tönis nicht über ein 2:2 hinaus und enttäuscht erneut. Die Fans sind stinksauer und blasen den Spielern den Marsch. Am Montag folgt eine Krisensitzung.

Der KFC Uerdingen steckt in der Krise. Nur vier Punkte aus den zurückliegenden vier Begegnungen sind viel zu wenig. „Ja, ganz klar“, sagte auch der Vorsitzende Damien Raths nach dem mageren 2:2 beim SC St. Tönis. „Wir wollten heute gewinnen, aber am Ende war es ein verdientes Unentschieden. Für uns ist das natürlich eine große Enttäuschung.“

Das sahen die Fans genauso. Die Spieler mussten sich nach dem Schlusspfiff und der dürftigen Leistung einiges anhören. Zweimal waren die Uerdinger in Führung gegangen, aber wie auch gegen Nettetal nicht in der Lage, das Spiel mit dem Vorsprung im Rücken und breitem Kreuz zu dominieren. Aufgrund der Gegentore neun und zehn in den zurückliegenden vier Spielen gab es nur einen Punkt. Mehr hatten die Uerdinger aber auch nicht verdient. Viele unsaubere Pässe, schier unglaubliche Ballverluste sorgten in der Defensive immer wieder für Unruhe. Und viel zu selten wurde schnell umgeschaltet. Ein einziges Mal wurde Torjäger Shun Terada in Szene gesetzt – da ging die Fahne des Assistenten wegen Abseits hoch. Einziger Lichtblick war der wieder starke Alexander Lipinski, der beide Tor vorbereitete, mit Abstrichen Phil Zimmermann und der sehr gut verwandelte Elfmeter von Kai Evers.

„Die Kritik der Fans bezüglich unseres Spiels ist zu hundert Prozent gerechtfertigt, weil wir nicht gut spielen“, sagte Torhüter Robin Udegbe. „Wir schaffen es nicht, Druck auf den Gegner auszuüben. Es ist einfach  zu wenig, wir kommen nicht an unsere Leistungsgrenze.“

Ioannis Alexiou und Niklas Withofs vom SC St. Tönis stoppen den besten Uerdinger Alexander Lipinski.
Ioannis Alexiou und Niklas Withofs vom SC St. Tönis stoppen den besten Uerdinger Alexander Lipinski. Foto: BRAUER-Fotoagentur/Oliver Kaelke

KFC-Trainer Alexander Voigt hatte die Platzanlage nach dem Spiel aus familiären Gründen schnell verlassen. „Die Punkteteilung ist verdient“, erklärte der Sportliche Leiter Patrick Schneider. „Wir haben gut begonnen, aber irgendwann hören wir auf, Fußball zu spielen und laden den Gegner ein. Das ist auch heute der Fall gewesen. Wir müssen dahin kommen, besser und schneller zu spielen.“

Montags treffen sich die Verantwortlichen des KFC meist zur Lagebesprechung. Diesmal dürfte daraus mehr werden – eine Krisensitzung. Die nächsten Aufgaben haben es in sich: Velbert, Meerbusch, Homberg, SW Essen und Hilden.