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Fußball: Der KFC Uerdingen behält seine weiße Weste

Vor 1878 Zuschauern : KFC Uerdingen weiter mit weißer Weste

Der Fußball-Oberligist feierte am Sonntag gegen die Spielvereinigung Schonnebeck einen verdienten 2:1-Erfolg und führt die Tabelle jetzt alleine an. Nach dem Anschlusstreffer der Gäste ließ das Team jedoch klare Konterchancen aus.

Der KFC Uerdingen gewann auch sein drittes Spiel in der Fußball-Oberliga Niederrhein und ist jetzt mit neun Punkten alleiniger Tabellenführer. Vor 1878 Zuschauern auf der dieses Mal nicht ganz ausverkauften Baustelle Grotenburg siegte die Auswahl von Cheftrainer Alexander Voigt gegen die Spielvereinigung Schonnebeck mit 2:1 (2:0). Bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad war der Sieg des KFC am Ende wegen der größeren Spielanteile und Tormöglichkeiten verdient, hing aber nach dem Anschlusstreffer der Gäste in der 79. Minute am seidenen Faden. Die Uerdinger spielten eine gute erste Halbzeit, schalteten nach der Pause in den Verwaltungsmodus und brachten sich dadurch gegen einen biederen Gegner noch in Gefahr.

Trainer Voigt schickte wie erwartet bis auf Maik Odenthal, für den wie angekündigt der spielende Co-Trainer Levani Kenia in die Startelf rückte, die gleiche Mannschaft aufs Feld wie am Mittwoch in Sonsbeck beim 1:0-Erfolg. Die Gäste mussten auf den gesperrten Kapitän Georgios Ketsatis und den verletzten Torwart Lukas Lingk verzichten. Auch Torjäger Marvin Studtrucker konnte wegen einer Leistenverletzung nicht mitspielen. Mit dabei war aber Louis Jozek. Hier handelt es sich um den Enkel des früheren Schalker Torjägers Klaus Fischer.

Der KFC kam gleich gut ins Spiel. Der erste Angriff brachte die Führung. Pascal Talarski hatte Alex Lipinski mit einem schönen Pass auf die Reise schickt. Der 26-jährige Angreifer ließ Gästetorwart Philipp Sprenger mit einem Flachschuss keine Abwehrchance. Die Uerdinger blieben zunächst am Drücker, kamen aber nicht zu klaren Torgelegenheiten.

Nach 15 Minuten verflachte die Partie. Der KFC agierte oft zu langsam und zu umständlich. Die Gäste kamen aber nur selten vor das Uerdinger Tor. In der Trinkpause forderte Trainer Voigt sein Team auf, mehr zu laufen. Seine Forderung wurde aber zunächst nicht erhört. Erst sechs Minuten vor der Pause fiel der zweite Treffer. Shun Terada nahm zwölf Meter vor dem Tor ein Zuspiel vom agilen Kenia auf. Der Torjäger scheiterte zunächst am Gästekeeper, setzte dann aber nach und spitzelte den Ball vorbei am Torwart zur 2:0-Pausenführung ins Netz. Das war der zweite Saisontreffer des Japaners.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit kam beim KFC Ryo Iwata für den angeschlagenen Beric aufs Feld. Wer gehofft hatte der KFC würde den Sieg jetzt sicher nach Hause bringen wurde enttäuscht. Die Partie wurde unansehnlich, die Fouls häuften sich auf beiden Seiten. Schonnebeck kam jetzt zu Torgelegenheiten.

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Weil der KFC nach gut einer Stunde einen Konter über Talarski, Terada und Kenia nicht sauber ausspielte und damit die Vorentscheidung verpasste, gerieten die Uerdinger nach dem Anschlusstreffer der Gäste in der 79. Minute noch in Gefahr. Ein flaches Zuspiel von der linke Seite nutzte Schonnebecks Kevin Kehrmann zum Anschlusstreffer. KFC-Torhüter Robin Udegbe, der vorher schon mehrfach den Anschlusstreffer verhindert hatte, war machtlos. Beim KFC waren inzwischen Maximillian Funk und Maik Odenthal für Kai Evers und Kenia im Spiel.

In den letzten Minuten setzte Schonnebeck noch mal alles auf eine Karte, um den ersten Saison-Punkt einzufahren. Dadurch kamen der KFC noch zu hochkarätigen Konterchancen, die aber teilweise kläglich vergeben wurden. Lipinski scheiterte am Torwart (88.). Odenthal schoss aus zehn Meter viel zu schwach (91.) und Terada brachte das Kunststück fertig, den Ball über das leere Tor zu setzen (94.). Als der Abpfiff des schwachen Unparteiischen Michael Menden ertönte, war das vergessen. Die Spieler ließen sich vor der Fan-Tribüne mit „Spitzenreiter, Spitzenreiter“- Rufen feiern.