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Fußball: Darum ist Babacar M‘Bengue zum KFC Uerdingen gekommen​

Einstieg ins Mannschaftstraining : Wieso Neuling Babacar M‘Bengue Krefeld gut kennt

Der 30 Jahre alte Verteidiger war fast ein Jahr lang schwer verletzt. Seit Monaten schuftet er in der Reha, jetzt freut er sich, wieder auf dem Platz zu sein und verrät, dass er nicht nur aus finanziellen Gründen nach Krefeld gewechselt ist.

Babacar M‘Bengue ist glücklich. Beim Trainingsauftakt des KFC Uerdingen vor einer Woche hatte er noch zuschauen müssen, am Montag durfte er endlich wieder ins Mannschaftstraining einsteigen – wenngleich er auch nur Teile absolvieren durfte. Der 30 Jahre alte Verteidiger muss es langsam angehen lassen, das rechte Maß finden. Er muss gefordert werden, darf sich aber nach acht monatiger Pause nicht überfordern.

Anfang November hatte M‘Bengue einen Kreuzbandriss und Meniskusschaden erlitten, nachdem er zuvor gerade mal sechs Wochen fit war. Davor hinderte ihn eine Muskelquetschung, beim Saisonstart dabei zu sein. Der Innenverteidiger fehlte dem VfB Homberg an allen Ecken und Kanten, so dass die Duisburger am Ende gemeinsam mit dem KFC aus der Regionalliga abstiegen.

„Ich habe während der ganzen Monate fünf Mal pro Woche gearbeitet“, berichtet Babacar M‘Bengue. „Es ist alles gut verheilt und sah so aus, als könnte ich im Mai schon wiedereinsteigen könnte. Dass es jetzt noch nicht so ist, stimmt mich schon etwas traurig. Aber ich werde so oder so gesund. Ich muss mir die Zeit nehmen, darf mir nicht so viel Druck machen. Ich mache mir selber zu viel Druck, er kommt nicht von außen. Aber mit so einer Verletzung in meinem Alter muss ich drauf achten, dass ich richtig gesund werde. Dann kann ich der Mannschaft auch am besten helfen.“

Auch wenn der Abwehrspieler schon in der Oberliga gespielt hat, so hat er noch keine Erfahrung mit dem möglichen Modus einer Meister- und Abstiegsrunde gemacht. „Da habe ich mir auch noch keine Gedanken drüber gemacht“, sagt er. „Aber ich würde einen Modus mit Hin- und Rückrunde bevorzugen, das kenne ich auch. Aber ich nehme, was kommt und werde mich darauf einstellen.“

Auf die Suche nach den ärgsten Konkurrenten im Kampf um die angepeilte Tabellenspitze muss er sich nicht groß machen. Natürlich nennt er zuerst die SSVg Velbert, die in der vergangenen Saison gegenüber dem 1. FC Bocholt das Nachsehen im Kampf um Meisterschaft und Aufstieg hatte. „Aber auch Baumberg ist immer dabei.“

Die Rolle des KFC vermag er noch nicht so recht einzuschätzen: „Wir haben eine komplett neue Mannschaft. Natürlich haben wir hohe Erwartungen an uns selber, aber ob wir zu den Favoriten zählen, das werden wir dann sehen. Das müssen wir zunächst einmal abwarten, wie die Vorbereitung läuft, aber den Anspruch haben wir, dass wir uns, so gut es geht, nach oben orientieren.“

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Dass er zum KFC gekommen ist, hat nicht nur finanzielle Gründe. „Ich kenne Krefeld sehr gut“, sagt M‘Bengue. „Mein Vater lebt und arbeitet hier. Ich arbeite teilweise mit ihm zusammen. Wir sind nicht nur in Krefeld, aber die Firma sitzt hier. Ich kenne den Verein und habe das Gefühl, dass man einen Neustart beginnen möchte. Man hat mir während meiner Verletzung das Vertrauen geschenkt. All das hat mir ein gutes Gefühl gegeben.“