Montag übernimmt er das Amt Björn Joppe kehrt als Trainer zum KFC Uerdingen zurück

Krefeld · Der 43-Jährige, der zuletzt für den Bonner SC tätig war, wird am Montag erstmals das Training leiten. Am Sonntag beim MSV Düsseldorf hat der Sportliche Leiter Patrick Schneider nochmals das Sagen. Er wurde von der Trainerverpflichtung völlig überrascht.

Auf gute Zusammenarbeit: Trainer Björn Joppe (links) und der KFC-Vorsitzende Damien Raths.

Auf gute Zusammenarbeit: Trainer Björn Joppe (links) und der KFC-Vorsitzende Damien Raths.

Foto: kfc

Einen neuen Trainer zu finden oder sich zu einer Entscheidung durchzuringen, fällt den Verantwortlichen des KFC Uerdingen schwer. Von „schnellstmöglich“ bis hin zu „keinen Schnellschuss“ reichen die Statements, die zeigen, wie sehr laviert, jongliert und taktiert wird. Dabei ist es keine Überraschung, dass sich der Vorstand mit der Entscheidung schwer tut – das war in der Vergangenheit schon bei den Trennungen von Dmitri Voronov und Alexander Voigt der Fall.

Am Freitag war es dann aber so weit. Björn Joppe wird Nachfolger des am 28. November entlassenen Alexander Voigt. Am Montag wird Joppe erstmals das Training leiten und quasi an seine alte Wirkungsstätte zurückkehren. Denn der gebürtige Wuppertaler spielte in der Jugend für Bayer 05 Uerdingen, ehe er mit 17 Jahren zum Wuppertaler SV wechselte. Er spielte sieben Jahre für den VfL Bochum wo er es zu zehn Bundesligaspielen brachte, anschließend für Union Berlin, Osnabrück Aalen und Velbert. Als Trainer war er unter anderen für den Regionalligisten Lok Leipzig und den Bonner SC tätig. Dort löste er seinen Vertrag zum Jahreswechsel auf, um die Trainer-A-Lizenz zu machen.

„Mit Björn Joppe haben wir einen Trainer, der aus der Region kommt, aber auch bereits Regionalliga-Erfahrung sammeln konnte. Nach unseren Gesprächen sind wir überzeugt, dass unser Kader und das fußballerische Konzept von Björn Joppe perfekt zusammen passen”, erklärt Vorstandsvorsitzender Damien Raths zur Vertragsunterzeichnung.

Trainer Björn Joppe sagte das, was ein Mann in solch einer Situation eben sagt: „Ich freue mich sehr, diese Aufgabe beim Traditionsverein KFC Uerdingen übernehmen zu dürfen. Diese Mannschaft, dieser Verein und dieses Umfeld haben großes Potenzial und wir werden gemeinsam die nächsten Monate daran arbeiten, diese Saison so erfolgreich wie möglich abzuschließen.”

Am Mittag ging der Sportliche Leiter Patrick Scneider noch davon aus, dass der neue Trainer erst nach der Winterpause sein Amt antritt. „Darum haben alle Kandidaten gebeten“, sagte Schneider. Doch nun wird die Begegnung am Sonntag beim MSV Düsseldorf für ihn die letzte als Interimscoach sein. Das Spiel findet aus Sicherheitsgründen quasi auf neutralem Platz in Düsseldorf im Flinger Broich statt.

„Ich bin froh, dass wir im Paul-Janes-Stadion spielen“, sagt Patrick Schneider. „Es ist auch für den MSV quasi ein Auswärtsspiel ist. Beide Mannschaften kennen den Platz nicht so gut, aber wir haben da schon gespielt.“ Am 22. Oktober feierten die Blau-Roten dort einen 4:2-Sieg bei Turu Düsseldorf. Der MSV hingegen hat dort noch nicht gespielt.

Die Düsseldorfer sind aber nicht nur deshalb traurig, dass sie nicht auf ihrer Platzanlage spielen können. Auf der Bezirkssportanlage an der Heidelberger Straße bieten sie ihren Gästen nämlich gerne die Atmosphäre und kulinarische Köstlichkeiten aus ihrer Heimat an. Und das wäre an diesem Wochenende beim Marokkanischen Sport-Verein (MSV) sicherlich nochmals ganz besonders intensiv ausgefallen angesichts dessen, dass Marokko am Samstag das Viertelfinale der Weltmeisterschaft gegen Portugal bestreitet.

Was die sportliche Aufgabe für den KFC betrifft, so hat sich nichts geändert: die beiden Spiele beim MSV Düsseldorf und in einer Woche beim Cronenberger SC müssen gewonnen werden. Daran ändern auch die Ausfälle von Torjäger Shun Terada, der an der Schulter operiert werden muss und frühestens im März wieder spielen kann, und Pascale Talarski (Erkältung) nichts.

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