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Für Dmitry Voronov sind die Mentalitäts-Schwankungen des KFC ein Rätsel

Vor dem Spiel beim SV Straelen : Die Mentalitäts-Schwankungen des KFC sind ein Rätsel

Der KFC Uerdingen muss beim SV Straelen 90 Minuten hellwach sein, wenn er die nächste Pleite verhindern will. Torjäger Shun Terada, der Anfang der Woche verpflichtet wurde, ist spielberechtigt und könnte sein Debüt geben.

Dmitry Voronov ist ratlos. In den beiden zurückliegenden Spielen des KFC Uerdingen gegen Rot-Weiss Essen (0:11) und im Pokal gegen den Landesligisten SGE Bedburg-Hau (4:1 n.V.) gab es eine Gemeinsamkeit: gegen Essen ergab sich die Mannschaft ohne Gegenwehr, gegen Bedburg-Hau ließen die Blau-Roten in der ersten Halbzeit jeglichen Biss vermissen. Woran liegt das? „Eine sehr gute Frage“, antwortet Voronov. „Die Frage haben wir uns auch schon mehrmals gestellt, denn es war nicht das erste Mal, dass die Mannschaft in der zweiten Halbzeit eine deutliche Leistungssteigerung gezeigt hat.“

Wenngleich die Frage unbeantwortet bleibt, so können zumindest zwei Antworten ausgeschlossen werden: Es ist keine Charakterfrage, denn die Mannschaft hat Moral bewiesen und in Unterzahl den Rückstand beim Außenseiter gedreht; und der Trainer erreicht die Mannschaft, sonst hätte sie nach der Kabinenpredigt nicht so reagiert.

Was kann Voronov also tun, damit die Mannschaft am Samstag (14 Uhr) beim SV Straelen von der ersten Minute an hellwach und bissig ist? Sollte das Team die erste Halbzeit erneut die notwendige Einstellung vermissen lassen, so braucht es gar nicht erst in Richtung Grenze fahren, denn die regionalliga-erfahrenen Gastgeber würden dies sicherlich nutzen.

Den Uerdingern, die das fünfte Spiel in zwei Wochen bestreiten, fehlen erneut ein halbes Dutzend Spieler: die verletzten Abdul Fesenmeyer, Niklas Schubert, Kevin Ntika und Justin Ospelt sowie die gesperrten Tom Fladung und Erdinc Karakas. Der neu verpflichtete Torjäger Shun Terada ist seit Freitag und kann somit in Straelen sein Debpt geben. „Dass wir ihn dabei haben, ist Gold wert“, schwärmt Voronov und tritt dann auf die Euphoriebremse: „Da haben wir eine Option mehr.“

Auf jeden Fall stehen Voronov zwei Spieler zur Verfügung, die in Kleve erst in der zweiten Halbzeit kamen und für frischen Wind sorgten: Marco Cirillo und Charles Atsina. „Natürlich hat Cirillo durch seine Kreativität viel Leben ins Spiel gebracht“, sagt der Coach. „Aber die Pause hat ihm sicherlich auch gut getan, denn er hatte zuvor sehr viel gespielt. Das gleiche gilt auch für Atsina.“ In Straelen dürften sie wieder von Beginn an dabei sein.