Für den Trainerwechsel beim KFC Uerdingen war es höchste Zeit

KFC Uerdingen : Der Trainerwechsel ist angemessen

Beim KFC Uerdingen fliegen die Trainer besonders schnell. Wenn es nicht läuft, schmeißt Präsident Ponomarev sie einfach raus. Aber stimmt das?

Beim KFC Uerdingen fliegen die Trainer besonders schnell. Wenn es nicht läuft, schmießt Präsident Ponomarev sie einfach raus. Aber stimmt das? Die weit verbreitete Meinung wird statistisch garniert: Seit Januar hatten Stefan Krämer, Stefan Reisinger, Norbert Meier, Frank Heinemann und Heiko Vogel auf der Bank das Sagen.

So richtig der Fakt ist, so sehr bedarf er der Einordnung. Die Trennung von Krämer war tatsächlich irritierend, weil die Mannschaft von den Punkten her im Soll lag, aber nicht schön spielte. Co-Trainer Reisinger wurde sofort als Interimslösung präsentiert. Meier wurde unter hohem Zeitdruck verpflichtet, weil der KFC einen Fußballlehrer als Angestellten nachweisen musste, Reisinger diese Lizenz aber noch nicht hatte. Und unter Zeitdruck passieren häufig Fehler. Co-Trainer Heinemann, der über die notwendige Lizenz verfügt, wurde ebenfalls sofort als Interimslösung vorgestellt. Und Vogel übernahm das Amt nicht erst zum Saisonbeginn, sondern bereits Ende April, um das Team kennen zu lernen, quasi im Vorgriff. Fünf Trainer in vier Monaten sind die eine Sicht, zwei – Krämer und Meier – in der Saison 18/19 die andere.

Die Trennung von Vogel war unumgänglich, weil es dem Fußballfachmann nicht gelang, ein Team zu formen. Ja, so etwas braucht Zeit, doch wenn es intern nicht stimmt und die Entwicklung rückläufig ist, bedarf es einer Korrektur.

Mehr von RP ONLINE