Dritte Liga: So steht es um den KFC Uerdingen vor dem Saisonstart

Neustart in der Dritten Liga : So steht es um den KFC Uerdingen vor dem Saisonstart

Für den KFC Uerdingen ist die kommende Saison in der Dritten Liga ein Neustart. Wir haben uns angeschaut, wie gut das Team auf die Saison vorbereitet ist und welche Ziele realistisch sind.

Wie ist die Ausgangslage? Der KFC Uerdingen hat eine schwierige Saison hinter sich. Stand er zum Jahreswechsel als Aufsteiger mit nur einem Punkt Rückstand auf den Spitzenreiter noch glänzend da, folgte im Jahr 2019 ein kaum für möglich gehaltener Einbruch. Trotz großer Unruhe und drei Trainerwechseln wurde das Minimalziel Klassenerhalt und DFB-Pokal erreicht. Bereits am 29. April übernahm Heiko Vogel das Traineramt, und nicht erst zur neuen Saison. So konnte er sich frühzeitig ein Bild von der Mannschaft und den Spielern machen. Seine Analyse – zu alt, zu langsam, zu defensivschwach – wurde bei den Transfers konsequent umgesetzt.

Was ist realistisch mit dem aktuellen Kader? Zumindest drei der zehn Neuen fungieren im Defensivbereich bereits beim Saisonauftakt gegen Halle (Sonntag, 14 Uhr, in Düsseldorf) als Korsettstangen: Torhüter Lukas Königshofer, Abwehrspieler Andreas Maxsö und auf der Sechserposition Jan Kirchhoff, den Vogel sogleich zum neuen Kapitän erkoren hat. In Franck Evina erhält ein weiterer im Angriff eine Chance. Der 19-Jährige kommt zum Zug, weil in Osayamen Osawe (muskuläre Probleme) und Adriano Grimaldi (Muskelriss) die beiden Top-Stürmer ausfallen. Im Mittelfeld könnte Selim Gündüz jene Mentalität einbringen, die im Frühjahr vermisst wurde. Trainer Heiko Vogel kommt die Aufgabe zu, eine Mannschaft zu formen und ihr eine Spielidee zu vermitteln. Eine Platzierung im oberen Drittel ist mit dem Kader ein Muss, der Aufstieg das Ziel.

Wie nimmt das Umfeld die neue Drittliga-Saison an? Neue Saison, neues Glück. Eigentlich kann es nur besser werden – vor allem, was den Spielort betrifft. Der KFC muss bereits die zweite Saison in Folge seine Heimspiele auswärts bestreiten, weil die Krefelder Grotenburg ein Sanierungsfall ist. In Duisburg wurden die Uerdinger in der vergangenen Saison weder heimisch noch glücklich, jetzt tragen sie ihre Heimspiele in Düsseldorf aus. Zum Hexenkessel dürfte die Arena kaum werden. Doch die Stimmung ist stets von Resultaten abhängig.

Was passiert, wenn am Saisonende ein weiteres Jahr Dritte Liga steht? Mikhail Ponomarev hat vor zwei Jahren in der vierten Liga das Ziel klar formuliert: „In vier Jahren wollen wir in der Zweiten Liga sein.“ Spätestens. Der KFC-Präsident hat einen klaren Plan, der eingehalten werden muss. Das heißt, dass die Uerdinger allerspätestens im Sommer 2021 aufsteigen müssen, besser schon im nächsten Jahr.

Trainer Heiko Vogel mit den KFC-Profis. Foto: brauer

Was sagt Ex-Trainer Friedhelm Funkel? „Der KFC hat unruhige Zeiten hinter sich. Es sind viele Trainer entlassen worden - auch, als man auf einem Aufstiegsplatz stand. Dafür hatte ich kein Verständnis und sie haben die Quittung dafür bekommen. Daraus müssen die Verantwortlichen lernen, wenn sie langfristigen Erfolg wollen. Mit Heiko Vogel habe ich mich letztens unterhalten. Er hat sehr gute Ansichten auf den Fußball. Ein Problem ist natürlich, dass der KFC nur Auswärtsspiele bei uns in Düsseldorf haben wird."

Hier geht es zur Bilderstrecke: So idyllisch bereitet sich der KFC auf die Saison vor

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