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Doppelt Rot und 0:1-Niederlage für den KFC Uerdingen gegen Rot Weiss Ahlen

Gebrauchter Samstag : Doppelt Rot und 0:1-Niederlage für den KFC Uerdingen

Die Uerdinger warten in der Regionalliga weiter auf den ersten Sieg. Die Partie bei Rot Weiss Ahlen ging durch ein Elfmetertor mit 0:1 verloren. Zudem gab es noch zwei Rote Karten für den KFC – und auch Uerdinger Fans zeigten sich nicht von ihrer besten Seite.

Für den grippekranken Kapitän Quadie Barini führte Leonel Kadiata die Mannschaft aufs Feld. Unmittelbar danach hatten die Uerdinger eine Schrecksekunde zu überstehen, denn gleich in der ersten Spielminute klatschte ein 25-Meter-Schuss von Romario Wiesweg an die Latte des Uerdinger Gehäuses. Und noch ein zweites Mal bewahrte die Latte die Uerdinger vor einem Rückstand. Bei einem Kopfball von wiederum Wiesweg nach 25 Minuten. Vor Wochen hatte der sportliche Leiter des KFC Uerdingen immer wieder auf die Folgen der fehlenden Vorbereitung hingewiesen. Mittlerweile glaubt er, dass die Vorbereitung jetzt so gut wie vorbei ist: „Wir sind konkurrenzfähig, das zeigen die Reaktionen unserer Gegner. Sie freuen sich, dass sie gegen uns gewonnen oder einen Punkt geholt haben. Ich schaue hoffnungsfroh auf die nächsten Spiele. Der erste Dreier ist nicht fern, ich habe es heute im Urin“, sagte der 45-Jährige unmittelbar vor dem Anpfiff der Partie in Ahlen.

Kaum hatte er dies ausgesprochen, gab es einige unschöne Szenen, als Fans beider Lager aufeinander trafen und zunächst verbal heftig aneinander gerieten, dann aber auch Rauchbomben geworfen wurden. Vollends außer Kontrolle drohte die Situation zu geraten, als Uerdinger Fans plötzlich ein Tor in der Fan-Trennung öffneten und Richtung Haupttribüne stürmten. Die anwesenden Polizeikräfte schritten ein, schickten die Uerdinger in ihren Sektor zurück und das Tor wurde fortan zusätzlich noch mit einer Eisenkette gesichert.

Auf dem grünen Rasen kombinierten die Uerdinger das eine oder andere Mal ganz gefällig nach vorne. Wirkliche Torgefahr vermochten sie aber kaum auszustrahlen. Mitunter wurde das Spielgerät aber auch nur einfach nach vorne gedroschen und die Spieler rannten hinterher – etwa so, wie man kanadisches Eishockey früher beschrieb.

Nach einer guten Stunde kamen auch die Uerdinger zu ihrem Aluminiumtreffer, Abdul Fesenmeyer traf im Anschluss an eine Ecke. Die spielentscheidende Szene ereignete sich in der 69. Minute, als sich Jesse Sierck bei einem Laufduell im Strafraum nur mit einem Foul zu helfen wusste. Den berechtigten Strafstoß verwandelte der Ex-Uerdinger Jan Holldack – auch sonst Dreh- und Angelpunkt des Ahlener Spiels zum 1:0 (70.). Die Rote Karte, die Schiedsrichter Thibaut Scheer dem Uerdinger Innenverteidiger als letzter Mann parallel zeigte, schwächte die Mannschaft weiter. Kurz vor Schluss sah auch noch Fladung wegen Spuckens glatt Rot, so dass Uerdingen die Partie in doppelter Unterzahl beenden musste. Dafür war das Endergebnis mehr als respektabel.