Das Mentalitätsmonster Selim Gündüz tut dem KFC Uerdingen laut Trainer Heiko Vogel gut

Funny Heinemann kennt ihn aus Bochum : Gündüz, das Mentalitätsmonster

Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler des KFC Uerdingen bereitet im Testl gegen Schachtar Donezk den Ausgleich von Maxi Beister vor. In Bochum war Gündüz Publikumsliebling, auch deshalb hatte ihn Co-Trainer Heinemann nicht vergessen.

Es hätte ihnen wohl kaum einer verübelt, wenn sie in der brütenden Mittagshitze kurz vor Schluss einen Gang zurück geschaltet hätten. Schließlich lag die Mannschaft gegen Schachtar Donezk nur 0:1 zurück und hatte sich gegen den Champions-League-Teilnehmer gut verkauft. Aber das entspricht nicht der Mentalität des KFC Uerdingen, der sich gegen die drohende Niederlage stemmte und sich belohnte. Selim Gündüz setzte sich auf der rechten Seite durch, seine Hereingabe fand Maximilian Beister, der den verdienten Ausgleich erzielte.

Selim Gündüz ist einer der Neuen beim KFC – ein Mentalitätsmonster. Deshalb haben sie ihn im Ruhrpott geliebt, wo er von 2009 an beim VfL Bochum spielte. Vor einem Jahr wechselte er nach Darmstadt und wurde dort nicht glücklich. Ein Kreuzbandriss zwang ihn zu einer fast einjährigen Pause.

In Bochum haben sie ihn nicht vergessen. Auch Funny Heinemann nicht, das Bochumer Urgestein, der seit dem Frühjahr als Co-Trainer beim KFC arbeitet. Er stielte den Wechsel ein. „Ich wollte Selim sofort“, sagt Trainer Heiko Vogel. „Als ich ihn angerufen habe, hat er auf Kreta im Urlaub mit einem Physiotherapeuten an seiner Fitness gearbeitet. Ich wusste: der tut uns gut. Für einen Trainer ist das ein super dankbarer Spieler, auf vielen Positionen einzusetzen.“ Gegen Donezk auf der rechten Außenbahn.

„Eigentlich spiele ich lieber links“, sagt Selim Gündüz ein paar Stunden später in der Hotellobby. „Aber ich spiele natürlich da, wo der Trainer mich hinstellt.“ Dass er den Ausgleich vorbereitet hat, freut ihn, mehr aber auch nicht. „Ich bin keiner, der sich daran hoch zieht“, sagt der gebrtige Siegener, für den andere Dinge wichtig sind: „Wir wollten nicht als Verlierer vom Platz gehen. Und wir haben gezeigt, dass wir auch gegen solche Mannschaften bestehen können. Donezk war sehr spielstark, auch wenn es nur ein verstärktes B-Team war.“

Gündüz, der gerne Schwimmen geht, Tischtennis spielt und mit seinen beiden Hunden durch die Wälder streift, ist davon üerzeugt, dass er mit seinem Wechsel nach Uerdingen den richtigen Schritt gemacht hat. „Der Verein hat eine gute Philosophie und in Herrn Ponomarev einen shr guten Päsidenten. Da kann jeder sagen, was er will“, erklärt Gündüz, der aber auch über seine Mitspieler voll des Lobes ist. „Das ist eine lebendige Mannschaft. Kirchhoff, Maroh, Osawe - alles super Jungs. Wir haben eine starke Mannschaft, die Bock auf mehr hat. Es wird sehr schwer werden, uns zu schlagen.“ Das ist zumindest mal eine Ansage, wenn schon keiner vom Aufstieg spricht.

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