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Darum ist Dave Gnaase vom KFC Uerdingen begeistert

Allen Widrigkeiten zum Trotz : Darum ist Dave Gnaase vom KFC Uerdingen begeistert

Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler hat einen Stammplatz erobert. Die schlechten Bedingungen werden von der Mannschaft ausgeblendet. Mehr noch, mit einer überragenden Rückrunde wolle der KFC noch oben angreifen.

Wenn der KFC Uerdingen in dieser Saison auf einer Position ein extrem großes Angebot an Spielern hat, dann ist das im zentralen Mittelfeld der Fall. Nirgends ist die mannschaftsinterne Konkurrenz so groß wie dort. Umso bemerkenswerter und vielleicht auch etwas überraschend ist, dass sich hier Dave Gnaase durchgesetzt hat. Der 24 Jahre alte, zweikampfstarke Sechser kam im Sommer von den Würzburger Kickers. Er rangiert mit den viertmeisten Einsatzminuten (1108) beim KFC auf Rang vier hinter Allrounder Gino Fechner (1440), Dauerbrenner Christian Dorda (1259) und Kapitän Assani Lukimya (1170).

Gnaase selbst überrascht das nicht. „Es war hart für mich, mit Würzburg aufzusteigen und dann nicht dort zu bleiben“, sagt er rückblickend. „Umso mehr habe ich mich gefreut, dass es mit Uerdingen geklappt hat. Wir haben eine sehr junge Mannschaft mit viel Qualität und den Umständen entsprechend eine sehr gute Hinrunde gespielt. Am Anfang  haben wir etwas Zeit gebraucht, aber bei so vielen neuen Spielern ist das sicher auch normal. Aber gerade zuletzt haben wir gezeigt, dass wir uns vor niemandem zu verstecken brauchen.“

Natürlich hatte er gehofft, dass er in Uerdingen Fuß fasst. „Es war mein Anspruch, Stammspieler zu werden“, sagt er. Aber das war angesichts der späten Verpflichtung erst eine Woche vor Saisonbeginn nicht ganz so leicht. „Ich bin sofort rein gekommen und es hätte für mich nicht viel besser laufen können.“

Auch Gnaase ist aus Heidenheim und Würzburg professionelle Arbeitsbedingungen gewohnt. Die schlechten Örtlichkeiten in Krefeld versucht er auszublenden und den Blick auf das Positive zu richten. „Die Trainingsbedingungen sind nicht die besten, aber wir haben eine große gemeinsame Kabine, die hatten wir in Würzburg nicht. Wir haben hier einen kleinen Kraftraum, in dem man sich vorbereiten kann. Aber es ist immer schwierig, wenn nur ein Rasenplatz zur Verfügung steht. Da ist es klar, dass er im Winter irgendwann nicht mehr gut ist. Das müssen wir ausblenden. Wenn uns das nicht gelingt, wird es schwer.“

Auch die negativen Schlagzeilen seien nicht schön. „Aber wir haben uns davon nicht blenden lassen. Ich bin davon überzeugt, dass nicht viele Mannschaften in der Lage wären, solche Leistungen zu bringen wie wir. Wir stecken das als Mannschaft ziemlich gut weg.“

Die Mannschaft gebe immer einhundert Prozent. Aber es fehle im Abschluss die Kaltschnäutzigkeit. „Wir lassen wenig zu und stehen super. Aber wir bekommen nicht so viele Chancen“, sagt er. „Aus den ein oder zwei Möglichkeiten müssen wir dann ein Tor machen. Dann tun wir uns auch leichter, müssen nicht hinterher laufen. Ich denke, dass wir ansonsten sehr gut aufgestellt sind.“

Im Jahr 2021 hofft er, mit dem KFC „eine überragende Rückrunde“ zu spielen. Dass er vom Aufstieg träumt, darauf macht Gnaase keinen Hehl. „Ich bin mit Würzburg aufgestiegen, bin noch mal in der dritten Liga und will wieder hoch – am besten hier.“

Am Samstag beim 1. FC Magdeburg wird Dave Gnaase ebenso fehlen wie Adriano Grimaldi. Beide sind wegen ihrer fünften gelben Karte gesperrt.