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Daniel Pfaffenroth und Co. machen dem KFC Uerdingen Hoffnung für die Zukunft

Positives nach Pokal-Aus : Diese Talente machen dem KFC Hoffnung für die Zukunft

Sechs A-Junioren kamen bei der 0:5-Pokalniederlage gegen den MSV Duisburg zum Einsatz kommen - und überzeugten. Schließlich wird es beim Pokal-Aus erst einseitig, nachdem Edvinas Girdvainis Rot sieht und die Zebras per Elfmeter in Führung gehen. Ein gutes Zeichen für die Zukunft.

Dieses Pokalspiel war ein Pflichtspiel. Das war wohl der einzige Grund, weshalb der KFC Uerdingen angetreten ist. Deshalb hat er nicht alles dafür getan, um es zu gewinnen, denn im Viertelfinale des Niederrheinpokals standen in Christian Dorda und Edvinas Girdvainis nur zwei Stammspieler auf dem Feld. Und so verlor der Pokalsieger von 1985 zwar gegen den MSV Disburg mit 0:5, doch wirklich traurig war darüber niemand. Im Gegenteil, es herrschte überwiegend Zufriedenheit. Die Gründe liegen auf der Hand.

Der KFC hat sich 45 Minuten lang hervorragend verkauft. Obwohl vier A-Junioren in der Startelf standen, bot die Mannschaft den optisch überlegenen Gästen Paroli, gestattete kaum eine Chance und hätte um ein Haar das 0:0 in die Pause gerettet. Das Foul von Edvinas Girdvainis an Orhan Ademi wurde vom Unparteiischen zu hart bestraft: Der Elfmeter war berechtigt, die Rote Karte nicht. In Unterzahl mussten die Uerdinger dann in der zweiten Halbzeit noch vier Gegentreffer hinnehmen.

„Dorda und Girdvainis wollten unbedingt eine Halbzeit spielen“, berichtete Teamchef Stefan Reisinger, der aus seiner Marschroute kein Geheimnis gemacht hatte. Der Fokus liegt auf dem Abstiegskampf, deshalb sollten die Kräfte des von einer Verletzungsmisere gebeutelten Mini-Kaders geschont werden. „Deshalb haben wir in der Pause auch noch viermal gewechselt.“

Auf der Tribüne saß Tim Albutat, der nach seinem Kreuzbandriss operiert und auf Krücken ins Stadion nach Velbert gekommen war. Dabei sah er etwas, was alle hätten sehen sollen: was möglich ist, wenn eine Mannschaft kämpft. Was diese zweite Garnitur ablieferte, war nämlich in puncto Einsatzfreude vorbildlich.

„Kompliment an die Mannschaft“, sagte Trainer Jürgen Press nach dem Abpfiff. „Die Youngster haben sehr gut mitgehalten. Durch die Rote Karte waren wir nach dem Elfmeter in Unterzahl gehandicapt, sonst hätten wir das Spiel noch länger offen gehalten.“ Natürlich ärgerte sich auch der Coach über die unangmessene Doppelbestrafung. „Wir hätten uns gerne auch in den zweiten 45 Minuten noch so präsentiert wie vor dem Wechsel. Aber eines hat das Spiel gezeigt: Der KFC hat durchaus einige hoffnungsvolle Talente in den eigenen Reihen.“

Und so bereiteten Daniel Pfaffenroth, Marcel Kretschmer, Joshua Yeboah, Chrysanth Mallek, Fabio Minio und Shawn Jeroch nicht nur Jugendleiter Patrick Schneider und den anwesenden Junioren-Trainern große Freude. „Wir haben heute einmal mehr gezeigt, was für eine gute Arbeit wir im Nachwuchsbereich leisten“, sagte Schneider.

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So bot Marcel Kretschmer auf der Sechser-Position eine starke Leistung. Das Urgestein des KFC machte derart auf sich aufmerksam, dass er sicherlich auch künftig die eine oder andere Trainingseinheit bei der ersten Mannschaft absolvieren kann. Aber auch der linke Verteidiger Daniel Pfaffenroth hinterließ einen guten Eindruck und machte Orhan Ademi eine Halbzeit lang das Leben schwer. „Natürlich war es ein erstes schönes Erlebnis für mich, auch wenn wir verloren haben“, sagte der Abwehrrecke. „Das ist schade, aber da müssen wir den Kopf hoch nehmen und weiter kämpfen.“ Nach besonderen Spielen erhalten Trikots oft einen Ehrenplatz. Auf die Frage, was er mit dem Trikot machen will, antwortete er: „Ich will weiter in dem Trikot spielen.“

Die Stammspieler haben am Mittwoch Vormittag trainiert. Schließlich sollen sie am Samstag gegen den 1. FC Magdeburg topfit sein.