Beisters Traumtor ebnet KFC Uerdingen den Weg zum Sieg gegen VfR Aalen

KFC Uerdingen : Beister ebnet mit Traumtor den Weg

Der KFC Uerdingen besiegt den VfR Aalen mit 2:0. Es ist der erste souveräne Heimsieg, der auch höher hätte ausfallen können. Die Gastgeber spielen in ihren gelben Auswärtstrikots, was allerdings nicht Teil des Matchplans ist.

In der Rückschau war es ganz einfach. Nach einer guten Flanke von Oguzhan Kefkir brachte Maximilian Beister den KFC Uerdingen mit einem sehenswerten Volleyschuss in den Winkel in Führung und Kefkir erhöhte gegen den VfR Aalen kurz nach der Pause auf 2:0. In der Folge versäumten es die Krefelder, das Ergebnis hoch zu schrauben, doch am Ende stand ein souveräner Sieg.

Das Thema des Tages blieb Beisters Traumtor. Es gibt nicht viele Spieler, die den Ball technisch derart gekonnt in den Knick jagen. Auch dem 28 Jahre alten Torjäger wird das nicht bei jedem versuch glücken, aber eben wesentlich häufiger als den meisten anderen. So verwunderte es nicht, dass die Fans auf den spärlich besetzten Rängen, was angesichts der äußeren Bedingungen jedoch nicht verwunderlich war, dem Torschützen mit lautstarken „Maxi Beister“-Rufen huldigten.

Das Tor tat ihm gut, der so lange auf das erste Erfolgserlebnis in dieser Saison warten musste; der Mannschaft, die danach ihren ersten überzeugenden Heimsieg feierte; den Fans, deren Herzen die Aktion bei nasskalten drei Grad erwärmte.

Beister gab sich nach dem Schlusspfiff jedoch cool, wollte dem Treffer keine größere Bedeutung beimessen. „Ich weiß das Tor einzuschätzen“, sagte er. „Wenn man im Training Gas gibt und sich anbietet, dann kommt auch das Glück wieder.“

Stürmerkollege Stefan Aigner übernahm es dann, Beisters Tor und Leistungsvermögen einzuordnen. „Natürlich was das Tor für ihn befreiend“, sagte der Rechtsaußen. „Jeder weiß, dass Maxi über enorme Qualitäten verfügt. ich habe gegen ihn mit Frankfurt gespielt, als er das Fortuna-Trikot trug. Da hat er die Bundesliga aufgemischt. Im Fußball ist eben vieles auch eine Kopfsache.“

Auch Kapitän Christiopher Schorch nahm Beister die coole Nummer nicht ganz ab. „Es freut mich für ihn“, sagte der Abwehrspieler. „Seine Reaktion nach dem Tor hat ja auch gezeigt, wie wichtig es für ihn war.“

Auch Trainer Stefan Krämer lobte den Torschützen. „Es freut mich für ihn“, sagte der Coach. „Ich messe Stürmer nicht an Toren, aber sie tun natürlich jedem gut. Ich muss ihm Respekt zollen, wie er in den letzten Wochen gearbeitet hat. Ich hoffe, dass gibt ihm noch einen Schub.“

Es ist noch nicht allzu lange her, dass Beister aus der Spur war. Ende Oktober durfte der Offensivspieler im Heimspiel gegen Lotte (0:2) auf der Tribüne Platz nehmen. Nach einem anschließenden Vier-Augen-Gespräch wurde alles auf Null gestellt – ein Neubeginn. Der scheint zunächst einmal geglückt.

Nervenaufreibend waren eigentlich an diesem Nachmittag nur die Minuten vor dem Spiel. Aalen hatte nur einen Satz schwarze Trikots mit, die Uerdinger nur ihre blau-roten Heimtrikots. So musste Betreuer Andreas Bosheck kurz vor dem Anpfiff nach Krefeld fahren, die gelben Auswärtstrikots holen. Wenige Minuten vor dem Anpfiff war er zurück.

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