Auf dem Weg in die Halbzeit: Handgemenge zwischen Wuppertaler SV und KFC Uerdingen

Undiszipliniert auf und neben dem Platz : Handgemenge im Spielertunnel

Fans zündeln mit Pyrotechnik und sorgen für Spielunterbrechung.

(ths) Das war nicht der Tag von Johannes Dörfler. Vor dem Pokalendspiel in Wuppertal absolvierte er sein Aufwärmprogramm halbherzig, bereits nach einer Viertelstunde schied er verletzt aus. Doch seine schwärzesten Minuten folgten nach dem Halbzeitpfiff. Auf dem Weg in die Kabine kam es im Spielertunnel zu tumultartigen Szenen und Handgreiflichkeiten, bei denen der 22 Jahre alte Stürmer im Mittelpunkt stand. Sogar Ordner und Sicherheitspersonal eilten herbei. Dass auch gestandene Profis sich dazu hinreißen ließen, kräftig mitzumischen und üble Beleidigungen auszurufen, zeigt, wie sehr diese Partie an die Nerven ging – bei Spielern auf beiden Seiten.

Es war allerdings nicht das erste Mal in dieser Saison, dass einige Uerdinger Spieler sich zu derartigen Aktionen hinreißen ließen. Dabei ist es auch eine Frage der Disziplin und Professionalität, wie mit Provokationen umgegangen wird. Auch in diesem Bereich muss der KFC sich in der kommenden Saison deutlich verbessern.

Kevin Großkreutz schnappt sich Zeugwart Andreas Bosheck und drückt ihn; rechts Dominic Maroh, links Grotifant Patrick Dietzsch und Geschäftsführer Niko Weinhart. Foto: Stefan Brauer
Pyrotechnik im Fanblock führt in der 52. Minute zur Spielunterbrechung. Foto: imago images / MaBoSport/via www.imago-images.de

Auch auf den Rängen wurde es einmal unruhig. In der 52. Minute wurde die Partie kurz unterbrochen, weil in der Uerdinger Kurve Pyrotechnik abgebrannt wurde. Das war auch bereits vor dem Spiel auf dem Weg zum Zoostadion geschehen, weshalb die Polizei, die mit einem Großaufgebot vor Ort war, eingriff. Auch auf dem Rückweg gab es Handlungsbedarf. Insgesamt wurden rund um die Begegnung 30 Strafanzeigen, mehrheitlich gegen KFC-Fans, gestellt – keine erschreckende, aber ärgerliche Bilanz.

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