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Athletiktrainer Ruben Solis ist jetzt Videotrainer des KFC Uerdingen

Auch KFC gegen Rostock abgesagt : Athletiktrainer Ruben Solis ist jetzt Videotrainer

Ruben Solis arbeitet mit den Spielern des KFC Uerdingen jetzt auf unkonventionelle Weise – nicht auf dem Platz, sondern per Video. Auch das Heimspiel gegen Hansa Rostock ist jetzt vom DFB offiziell abgesagt worden.

Wer bis zehn zählen kann oder sogar bis 14, dem war es schon vorher klar: Das Heimspiel zwischen dem KFC Uerdingen und Hansa Rostock, das am kommenden Samstag ausgetragen werden sollte, kann zu dem Zeitpunkt nicht stattfinden. Schließlich hat das Gesundheitsamt, nachdem Trainer Stefan Krämer und ein Spieler positiv auf Corona getestet worden waren, am Freitag eine 14-tägige Quarantäne für das gesamt Team verhängt, die bei weiteren negativen Tests auf zehn Tage reduziert werden kann. Und nachdem vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zunächst nur kurzfristig die Begegnungen gegen den FC Ingolstadt und den SV Meppen abgesagt worden waren, wurde am Dienstag auch die Partie gegen die Hanseaten vom Spielplan abgesetzt. Das nächste Spiel bestreitet der KFC somit am 7. Februar beim FC Bayern München II.

Was machen die Spieler jetzt? Natürlich sind sie nicht gerade hellauf davon begeistert, dass sie zu Hause sitzen müssen und die Wohnung nicht verlassen dürfen. Da werden die Tage lang. Für etwas Abwechslung sorgt Ruben Solis. Der Athletiktrainer des KFC bittet die Schützlinge von Trainer Stefan Krämer morgens auf den virtuellen Trainingsplatz. Dann arbeitet er mit den Spielern, was sich allerdings nicht ganz einfach gestaltet. Ob der einzelne mitzieht, ob er die Übungen intensiv vollzieht, das wird sich erst zeigen, wenn es wieder auf den Platz geht.

Wann das sein wird? Der Fahrplan des Gesundheitsamtes sieht vor, dass das gesamte Team am Samstag erneut getestet wird. Sollten alle Ergebnisse negativ sein, könnte die Mannschaft am Sonntag wieder das Training aufnehmen. So lange aber müssen sich die Spieler noch gedulden und versuchen, sich irgendwie daheim fit zu halten. Und da die zweite und dritte Liga am Dienstag und Mittwoch spielte, war für die meisten wenigstens die Abendgestaltung gesichert.

Weitaus arbeitsreicher gestalten sich die Tage für Geschäftsführung und Verwaltungsrat des KFC. Erstere arbeitet mit Hochdruck daran, die vom Amtsgericht geforderten Zahlen vorzuweisen, damit das Eigenverwaltungsverfahren auch tatsächlich eröffnet werden kann. Denn sollte das nicht möglich sein, schliddert der KFC in die Insolvenz, womit das Thema Dritt- und sogar Viertligazugehörigkeit sowie Einstieg von Investoren höchstwahrscheinlich der Vergangenheit angehören würde. Der Verwaltungsrat arbeitet parallel an beiden Szenarien. Inzwischen soll es sogar Hilfsangebote von verschiedenen Seiten geben. Ob diese eventuell gebündelt werden können und ob eine Zusammenarbeit derer möglich ist, ist die eine Frage. Die zweite aber ist, wie ernsthaft diese Angebote sind. Nur allzu oft wird Sportvereinen Hilfe in Aussicht gestellt, die jedoch nie geleistet wird. Da ist allerhöchste Vorsicht geboten.