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3. Liga: Stefan Reisinger interessieren beim KFC Uerdingen nur drei Punkte

KFC Uerdingen : Interimstrainer Stefan Reisinger interessieren nur drei Punkte

Trainerspekulationen oder auslaufende Verträge sind nicht sein Thema, wohl aber körperliche Fitness und klare Köpfe. Die werden für die sieben Endspiele benötigt, die dem KFC Uerdingen jetzt bevorstehen. Der Auftakt erfolgt in Verl.

Stefan Reisinger ist bestens auf die Aufgabe vorbereitet. Seit dem 1. Juli 2017 gehört er zur sportlichen Führung des KFC Uerdingen und ist damit so lange für die Blau-Roten tätig wie sonst nur noch Verteidiger Christian Dorda. Aber Reisinger ist nicht nur aufgrund der Dauer, sondern auch dank seiner Position bestens vorbereitet. Er kennt die Mannschaft und weiß genau, was auf ihn zukommt. Und überraschend wurde ihm die Aufgabe auch nicht übertragen.

Stefan Reisinger hat nun beim KFC Uerdingen erneut das Sagen – zum vierten Mal. Als Interimstrainer fungierte er nach den Entlassungen der Trainer Stefan Krämer und Heiko Vogel sowie anschließend als Teammanager. Jetzt wurde ihm am Dienstag erneut die Verantwortung übertragen.

Als erstes machte Reisinger das, was ihm am wichtigsten erscheint: mit den Spielern reden und trainieren. Der langjährige Profi weiß nämlich, worauf es ankommt – auf eine gute körperliche Verfassung und einen klaren Kopf. Oft besteht auch ein Zusammenhang, was zum Beispiel in Halle deutlich wurde, als der KFC nach einer Führung in den letzten 120 Sekunden noch verlor. Da hatte die Mannschaft nicht mehr genügend im Tank, wie Krämer gestand, und verfügte auch nicht mehr über die notwendige Konzentration.

Im Fitnessbereich kann Reisinger mit der Mannschaft in den kommenden Tagen aber kaum noch arbeiten, denn es steht eine englische Woche mit Spielen beim Tabellensechsten SC Verl, gegen Spitzenreiter Dynamo Dresden und beim Tabellenachten Türkgücü München an. „Nach dieser Woche wissen wir mehr“, sagt Reisinger. „Wenn wir drei Mal gewinnen, sieht die Welt schon wieder anders aus, wenn wir drei Mal verlieren, können wir das Kapitel Dritte Liga zuschlagen. Ansonsten bleibt es bis zum Ende spannend. Aber nach den nächsten drei, vier Spielen wissen wir mehr.“

Dass er den KFC vier Spiele als Interimstrainer betreut, ist jedoch gar nicht möglich. Laut Statuten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) muss spätestens 15 Werktage nach der Entlassung des Cheftrainer wieder ein Fußballlehrer auf dem Platz stehen. Diese notwendige Lizenz hat Reisinger noch nicht. Ob er dann wieder zum Teammanager befördert und ihm ein Fußballlehrer zur Seite gestellt wird wie von Oktober 2019 bis März 2020 Daniel Steuernagel, ist noch offen. Aber das interessiert ihn auch allenfalls am Rande. „Wir haben jetzt sieben Endspiele“, sagt er. „Darauf ist unser Fokus gerichtet.“ Es gehe jetzt nicht um auslaufende Verträge oder irgendwas. Es gehe jetzt nur um das Spiel in Verl, wo ihm eine Punkteteilung nicht reicht. „Ein Punkt? Mit so einer Herangehensweise kann ich nichts anfangen. Ich will gewinnen.“