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3. Liga: Nach den Krisensitzungen hat der KFC Uerdingen geliefert

Nach den Krisensitzungen : Der KFC Uerdingen hat geliefert

Im Fußball geht vieles sehr schnell und es scheint, als ginge es in der Dritten Liga sogar noch etwas schneller. Gestern ziemlich unten, heute Tuchfühlung nach oben – der KFC Uerdingen befindet sich auf einer solchen Achterbahnfahrt.

Es ist gerade einmal zwei Wochen her: Der KFC Uerdingen hatte 0:4 gegen Wiesbaden verloren, stand auf einem Abstiegsplatz und Kritiker rechneten fest damit, dass Präsident Mikhail Ponomarev Trainer Stefan Krämer feuern würde. Die beiden sprachen miteinander und Ponomarev stärkte dem Coach den Rücken.

Zwei Wochen später hat der KFC zwei Mal gewonnen, ist beim 2:0 in Duisburg und 1:0 gegen Saarbrücken ohne Gegentor geblieben und hat die schwarze Heimserie von neun Begegnungen ohne Dreier beendet. Er ist ins Mittelfeld vorgerückt und rangiert nur noch drei Punkte hinter dem Spitzenreiter Hansa Rostock.

Diese zwei Wochen zeigen auf äußerst eindrucksvolle Weise, wie extrem eng es in der Liga zugeht und worauf es ankommt: Ruhe bewahren, auf Kontinuität setzen, weiterarbeiten – und liefern. Denn im Endeffekt bedarf es der entsprechenden Resultate.

Beim KFC ist aber etwas zu sehen, was hoffnungsfroh stimmt: eine Entwicklung. Die neue, junge Mannschaft hat aus dem Fehlstart ebenso gelernt wie Trainer Stefan Krämer. Er hat sein Konzept der Mannschaft und dem Fußball in der Liga angepasst. Entscheidend ist nicht der Ballbesitz, sondern die Reaktion beim Ballverlust – beim eigenen und dem des Gegners. Für die Uerdinger ist die defensive Stabilität das A und O.

Gegentore und Rückschläge werden dem KFC nicht erspart bleiben, doch sollten Spieler, Trainer und Vorstand gestärkt aus den Herbststürmen hervor gehen.