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3. Liga: Mikhail Ponomarev unterstützt Verwaltungsrat des KFC Uerdingen

Bei der Nachfolger-Suche : Mikhail Ponomarev unterstützt den Verwaltungsrat des KFC

Der scheidende Präsident des KFC Uerdingen hilft bei der Suche eines Nachfolgers. Auch gibt es weiter Gespräche mit potentiellen Investoren. Andreas Galland, Chef des Verwaltungsrates, kann sich verschiedene Lösungen vorstellen.

Andreas Galland, der am Sonntag gemeinsam mit Mikhail Ponomarev auf der Tribüne saß, fühlt sich nicht im Stich gelassen. „Vielleicht kommt der Rücktritt von Mikhail Ponomarev als Präsident des Vereins etwas früher als gedacht“, sagt der Vorsitzende des Verwaltungsrates im Gespräch mit unserer Redaktion. „Aber Mikhail ist nicht einfach weg. er möchte das Amt abgeben, ist aber an einem vernünftigen Übergang interessiert.“

Galland ist lange im Geschäft, erst im Vorstand, seit 2007 im Verwaltungsrat. Deshalb weiß er um die Schwierigkeiten, reagiert aber nicht übernervös. „Wir hatten Situationen, die deutlich kritischer waren als jetzt“, sagt er. „Als Verwaltungsrat interessieren uns natürlich au8ch die Profis, aber unsere Konzentration gilt dem Verein.“

Da ist er auf einer Linie mit Ponomarev, der sich von den Mitgliedern mehr Unterstützung erhofft hatte. „Der Verein ist für die Jugend zuständig“, erklärt er. „Aber da ist bis jetzt nichts passiert.“ Erst als Ponomarev seinen Rücktritt angekündigt hatte, setzten sich Eltern aus dem Nachwuchsbereich zusammen und formulierten einen Brief an die Stadt. Darin klagten sie nicht nur, dass die Stadt der KFC-Jugend ihren einzigen Platz genommen habe, sondern forderten auch, konkret alternative Anlagen zu benennen. Zugleich nahmen die Trainer der Nachwuchsabteilung das Training wieder auf. Sie hatten die Arbeit seit Dienstag ruhen lassen, um auf finanzielle Probleme hinzuweisen. Sie wollen „die ungeklärte und momentan nicht löbare Situation nicht auf dem Rücken der Spieler austragen und werden weiterhin ohne Vergütung arbeiten“.

Galland verweist darauf, dass der Verwaltungsrat nicht die Vereinsführung übernehmen kann. „Wir werden uns die Situation der Jugend sehr genau anschauen. Aber es steht uns nicht zu, operativ tätig zu werden“, sagt er. „Daher sprechen wir mit dem scheidenden Vorstand und mit Kandidaten.“ Da drängt sich natürlich die Frage auf, ob es solche überhaupt gibt? „Ich bin sehr zuversichtlich“, antwortet Galland. „Es melden sich Leute, die es sich zutrauen und wir gehen jetzt auf die zu, die wir immer als Kandidaten im Kopf hatten.“

Das wiederum zeigt, dass Galland mit der Entwicklung gerechnet hat. „Als Mikhail und ich uns kennen gelernt haben, war klar, dass er auch in den Vorstand gehen muss“, berichtet Galland aus früheren Zeiten. „Aber es war auch klar, dass es nicht ein Modell für alle Zukunft sein muss. Im Vordergrund stand und steht seine Beteiligung an der GmbH, damit sich der Vorstand auf die Jugend konzentrieren kann. Jetzt ist der Zeitpunkt vielleicht gekommen, wo das realisiert wird.“ Ob es bei der Wahl des Vorsitzenden sogleich zu einer längerfristigen Lösung kommt, vermag Galland nicht zu sagen: „Das Verfahren dauert vielleicht etwas und es kann durchaus auch zunächst zu einer Interimslösung kommen.“

Ponomarev signalisiert aber nicht nur Hilfe bei der Kandidaten-Auswahl, sondern geht noch einen Schritt weiter: „Ich werde einige Kandidaten vorschlagen.“ Zugleich gibt er sich kämpferisch, was die Drittliga-Zugehörigkeit des KFC betrifft: „Wir werden alles uns mögliche tun, damit die Saison vernünftig zu Ende gespielt wird. Aber wir haben nicht alles alleine in der Hand.“

Und die Gespräche mit möglichen Investoren, von denen er seit November berichtet, aber deren Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss er zuletzt gesunken sah, wurden nicht abgebrochen. „Wir stehen weiter mit potentiellen Investoren in Kontakt und führen Gespräche.“