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3. Liga: KFC Uerdingen will gegen Saarbrücken den Heimfluch beenden

Zehnter Versuch : KFC Uerdingen will endlich den Heimfluch besiegen

Die Uerdinger empfangen den 1. FC Saarbrücken. Wie gegen den überraschend starken Aufsteiger nach neun Heimspielen ohne Dreier endlich wieder ein Heimsieg gelingen soll.

Die Heimbilanz des KFC Uerdingen in der vergangenen Saison war die eines Absteigers. 21 Punkte aus 19 Heimspielen holte die Mannschaft. Die Mannschaft dieser Saison hat personell nicht mehr viel mit der vergangener Tage gemein, doch die Bilanz in der noch jungen Spielzeit ist nicht besser: Ein einziges Pünktchen holten die Uerdinger aus drei Begegnungen. Kein Wunder also, dass Trainer Stefan Krämer sagt: „Es wird Zeit, dass wir in Düsseldorf mal wieder gewinnen.“

Zuletzt war das vor der Corona-Zwangspause am 8. März gegen den FSV Zwickau (4:2) der Fall. Krämer, der erst zwei Tage danach das Amt übernahm, wartet somit noch auf seinen ersten Heimsieg als KFC-Trainer in der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena. Ob es im zehnten Anlauf unter seiner Regie endlich klappt?

Die Frage ist berechtigt, denn mit dem 1. FC Saarbrücken kommt am Samstag (14 Uhr, live bei MagentaSport) der Tabellendritte in die Landeshauptstadt. Dass der Aufsteiger, der am vergangenen Spieltag beim 1:2 gegen Verl seine erste Saisonniederlage kassierte und die Tabellenführung einbüßte, einen derart glänzenden Start hinlegt, hatten ihm nur wenige zugetraut. Zu ihnen gehört allerdings Stefan Krämer. „Das ist für mich keine Überraschung“, sagt der Fußballlehrer. „Die Mannschaft hat sich in der starken Regionalliga Südwest durchgesetzt, hat im Pokal mit Köln und Düsseldorf zwei Bundesligisten ausgeschaltet und das Halbfinale erreicht und wurde gut ergänzt. Das ist eine gestandene Drittligamannschaft, von daher wundert mich das nicht.“

Am Freitag hat Krämer seinen Spielern die Stärken, aber auch die Schwächen per Video vorgeführt. „Wir haben schon einiges gesehen“, berichtet Christian Dorda. „Vor allem durch ein gutes, schnelles Umschaltspiel können wir sie in Verlegenheit bringen.“ In Duisburg hat das zuletzt beim 2:0-Sieg gut geklappt. Doch muss sich nun zeigen, ob das eine Eintagsfliege oder die Trendwende war. „Ich hoffe, es war der Beginn eines Trends“, sagt der Verteidiger.

Der Sieg an der Wedau hat beim KFC natürlich den größten Druck zunächst einmal genommen. Zur Entspannung tragen aber nicht nur die drei Punkte bei, sondern auch die verbesserte Personallage. Zwar fällt neben den Langzeitverletzten Jan Kirchhoff, Adriano Grimaldi, Osayamaen Osawe und Omar Haktab Traore auch weiterhin Tim Albutat aus, doch gehört erstmals Peter van Ooijen dem Kader an sowie der genesene Kolja Pusch. Er könnte aufgrund seiner nur einwöchigen Pause sofort wieder in die Anfangsformation rücken, während der Niederländer nur für einen kürzeren Einsatz in Frage kommt. Er hat sein letztes Punktspiel im Februar für Venlo bestritten, könnte aber gegen Saarbrücken sein Drittliga-Debüt feiern. „Er ist offensiv eine Alternative“, sagt Krämer. „Er ist variabel, stark im Eins-gegen-Eins und gut im Abschluss.“

Nach dem Sieg in Duisburg wird Krämer die Mannschaft nicht groß verändern. „Es gibt mit Sicherheit keine sieben Wechsel wie vor dem Spiel beim MSV“, sagt er. „Aber Veränderungen auf ein, zwei Positionen sind immer möglich.“