3: Liga: KFC Uerdingen schlägt SV Meppen 2:1

2:1-Sieg in Meppen : Interimstrainer Reisinger führt KFC Uerdingen aus der Abstiegszone

Nach der Trennung von Trainer Heiko Vogel kommt der KFC Uerdingen unter Interimstrainer Stefan Reisinger zu einem 2:1 beim SV Meppen. Tom Boere bringt die Gäste früh in Führung. Assani Lukimya sorgt für das zweite Kopfballtor.

Manchmal schreibt der Fußball kuriose Geschichten. Stefan Reisinger hat so eine erlebt. Am 2. Februar diesen Jahres saß er als Interimstrainer für den gefeuerten Stefan Krämer im Auswärtsspiel beim SV Meppen auf der Bank. Am Sonntag hatte Reisinger nach der Trennung von Heiko Vogel erneut diese Funktion inne – beim SV Meppen. Und wieder war der Schiedsrichter Michael Bacher. Doch damit genug der Parallelen. Im Frühjahr verlor der KFC nach einer 2:0-Führung bis zur 84. Minute mit 2:3. Diesmal brachte die Mannschaft vor 6.216 Zuschauern eine 2:0-Führung ins Ziel. Der Anschlusstreffer durch Tankulic in der 90. Minute kam zu spät.

Dicke Wolken über Meppen, 13 Grad, mal Nieselregen, mal etwas kräftiger. Die Rheinländer bezeichnet das Wetter als usselig, der Emsländer als „schiet Wedder“, Fußballer sprechen derweil von Fritz-Walter-Wetter. Da ist der Rasen tief. Bei solchen Bedingungen kommt es besonders auf die Einstellung der Spieler an, da muss so manches, was auf dem ansonsten gepflegten Grün spielerisch möglich ist, durch Kampfgeist wettgemacht werden.

Interimstrainer Stefan Reisinger hatte die Anfangsformation auf zwei Positionen geändert. Adam Matuschyk feierte nach sechsmonatiger Verletzungspause sein Comeback auf der Sechserposition und Ali Ibrahimaj, den der gefeuerte Trainer Heiko Vogel aussortiert hatte, kam im offensiven Mittelfeld zum Einsatz. So setzte Reisinger nicht auf das 4-2-3-1-, sondern auf das 4-4-2-System. Kapitän Jan Kirchhoff lief mit genähter genähter Stirn auf und spielte in der Innenverteidigung nochmals für den erkrankten Oliver Streuer.

400 KFC-Fans stärkten Mannschaft und Verein demonstrativ den Rücken mit einer Choreografie und dem Transparent, auf dem stand: Holt den Sieg für uns. Die Stimmung war ungewöhnlich gut. Und die krisengeschütteten Uerdinger hatten einen Start nach Maß. Nach nur 155 Sekunden köpfte Tom Boere nach einem Freistoß von Roberto Rodriguez zur Führung ein. Es war das zweite Tor des Niederländers in seinem dritten Meisterschaftsspiel für den KFC. Mit der Führung im Rücken waren die Gäste überlegen und kontrollierten das Spiel, ohne aber sich aber selbst Chancen zu erspielen. Auf der anderen Seite ließen sie jedoch den ersten Schuss von Meppen in der 42. Minute zu, der jedoch das Ziel verfehlte.

Die Gastgeber kamen nach der Pause wie verwandelt aus der Kabine, ergriffen die Initiative und machten gehörig Druck. Allerdings verhinderte KFC-Torhüter Lukas Königshofer den möglichen Ausgleich und erwies sich erneut als großer Rückhalt seiner Mannschaft. Nach einer knappen Stunde hatten die KFC-Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch der Freistoß von Rodriguez ging ans Außennetz. Meppen drängte, der KFC lauerte auf Konter. Ein Freistoß in der 80. Minute sorgte für das 2:0 und die Vorentscheidung. Diesmal war nach einem Freistoß von Rodriguez Assani Lukimya mit dem Kopf zur Stelle.

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