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3. Liga: KFC Uerdingen muss den Heimkomplex besiegen

Abstiegskampf spitzt sich zu : KFC Uerdingen muss den Heimkomplex besiegen

Zum letzten Mal in dieser Drittliga-Saison treten die Uerdinger am Samstag am Lotter Kreuz im Spiel gegen Magdeburg als Gastgeber an. Nur mit einem Erfolg bleiben sie im Rennen um den Klassenverbleib. Auch Peter van Ooijen fällt aus.

Besondere Ereignisse erfordern manchmal besondere Maßnahmen. Das galt am Freitag für den KFC Uerdingen. Zum ersten Mal verlegte der Fußball-Drittligist das Abschlusstraining vor einem Heimspiel auf die Anlage der Sportfreunde Lotte. „Ich finde es nicht schlecht, wenn man jetzt mal was verändert, um aus dem Trott zu kommen und etwas Leben in die Sache zu bringen“, sagte der neue Cheftrainer Jürgen Press am Freitagmittag vor der Abfahrt.

Deutlich mehr Leben in ihren Aktionen benötigen die Uerdinger auch am Samstag in den 90 Minuten gegen den 1. FC Magdeburg. Mit so einer Leistung wie gegen Kaiserslautern kann der Heimkomplex nicht besiegt und die dringend benötigten Punkte für den Klassenverbleib nicht eingefahren werden. Das sieht auch Press so: „In Lautern war das sehr schwierig, weil wir nur wenig Zeit zur Regeneration hatten. Dazu waren unsere Leistungsträger gegen diesen starken Gegner nicht in der Lage, die Räume zuzustellen. Wir waren immer eine Sekunde zu spät. Ich erwarte Samstag einen Abnutzungskampf. Wir müssen die Zweikämpfe nicht nur annehmen, sondern auch suchen, um Magdeburg da etwas weh zu tun, wo es uns was bringt und unsere Klasse zum Tragen kommt.“ 

Press erwartet nicht nur ein wichtiges, sondern auch ein interessantes Spiel: „Wir wissen, dass Magdeburg mit breiter Brust kommt. Seitdem ich hier bin, hatten wir jetzt das erste Mal die Chance, auf ein Spiel hinzuarbeiten. Wir haben im Pokal bewusst einige Leistungsträger geschont, um auch im taktischen Bereich und auch kräftemäßig gerüstet zu sein.“ Press ist davon überzeugt, dass die Mannschaft anders auftreten wird als auf dem Betzenberg: „Ich gehe ganz stark davon aus, dass wir Samstag dagegen halten können. Wir sind gut vorbereitet. Auch von Vereinsseite ist alles getan. Die Spieler wollen und ich hoffe, sie werden das auch zeigen.“

Die Frage, ob der neue Investor eine Nichtabstiegsprämie versprochen hat, wollten die Trainer nicht mit Ja oder Nein beantworten. „Der Vorstand versucht schon, das Ganze professionell anzugehen, auch motivationstechnisch und hat sich das ein oder andere einfallen lassen“, erklärte Stefan Reisinger. Für Motivation sorgte am Freitagabend auch der 1. FC Saarbrücken, der gegen den SV Meppen 2:0 gewann. So kann der KFC mit einem Sieg die Abstiegszone verlassen und sich am letzten Spieltag aus eigener Kraft retten.

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Zur personellen Lage sagte der Teamchef, dass Christian Dorda und Edvinas Girdvainis unbedingt im Pokalspiel gegen den MSV auflaufen wollten, um im Rhythmus zu bleiben: „Die anderen waren entweder ziemlich ausgelaugt oder verletzt und brauchten eine Pause. Donnerstag waren wieder alle an Bord, so dass wir zielgerichtet auf das Spiel gegen Magdeburg trainieren konnten.“ Natürlich alle bis auf die Ausfälle, zu denen sich jetzt auch noch Peter Van Ooijen gesellte, der mit einem Muskelfaserriss passen muss und wohl auch nicht mehr beim Saisonfinale in Mannheim zur Verfügung steht. Dafür gehört Christian Kinsombi wieder zum Kader.

Welche Uerdinger Auflaufelf das vorletzte „Endspiel“ der Saison angeht, wollte Reisinger nicht verraten. Es könne gegenüber dem Spiel in Kaiserslautern Veränderungen geben: „Der ein oder andere war da sicherlich körperlich kaputt. Aber es sind bei den Gegentoren auch individuelle Fehler passiert. Das haben wir natürlich knallhart analysiert. Jede Position ist offen, auch die des Torhüters. Wir müssen abwägen, wer für uns von Beginn an wertvoll ist oder von der Bank ins Spiel kommt, um uns zu helfen.“