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3. Liga, KFC Uerdingen: Insolvenz-Punktabzug wird nicht widersprochen

Strafe wegen Insolvenz : KFC wird auf Widerspruch gegen Punktabzug verzichten

Dass dem KFC Uerdingen wegen des Antrags auf ein Insolvenzverfahren drei Punkte abgezogen werden, ist keine Überraschung. Weil der Punktverlust längst einkalkuliert war, wird der Verein auf einen Widerspruch verzichten – offiziell ist das aber noch nicht.

Wie viele Punkte hat der KFC Uerdingen denn nun auf seinem Konto – 27 oder 24? Stehen die Blau-Roten auf Rang 13 oder 15 in der Tabelle der 3. Liga? Da gab es am Wochenende noch unterschiedliche Lesarten. Der Grund: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat dem KFC drei Punkte abgezogen, weil er einen Insolvenzantrag gestellt hat. Die Entscheidung ist allerdings noch nicht rechtskräftig, da der Klub eine Frist von einer Woche hat, um Widerspruch gegen den Beschluss einzulegen. Davon werden die Uerdinger aller Voraussicht nach keinen Gebrauch machen. Auch wenn das beim KFC am Wochenende noch niemand offiziell sagte, ist der Punktabzug beim Verein seit Wochen eingeplant.

Die Uerdinger profitieren bei der Regelung von Corona. Denn normalerweise ist in solchen Fällen in der 3. Liga ein Abzug von neun Punkten vorgesehen. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt aber aktuell eine Ausnahmeregelung. In der vergangenen Saison waren Punktabzüge aufgrund von Insolvenzanträgen komplett aufgehoben, in der Saison 2020/21 ist die Rechtsfolge auf drei Punkte reduziert. Diese Ausnahmeregelung läuft zum Ende dieser Spielzeit aus.

Trainer Stefan Krämer und die Mannschaft haben sich gedanklich längst auf den Punkteabzug eingestellt. Sie nehmen die Arbeit nach dem trainingsfreien Sonntag am Montag in der Halle wieder auf und hoffen, dass Schnee und Eis bald weggetaut sind und sie sich wieder unter freiem Himmel auf die kommenden Spiele vorbereiten können. 18 Spiele muss der KFC in den nächsten drei Monaten bestreiten.

Am Freitag Nachmittag hatte der Spielerrat nochmals mit dem Insolvenzverwalter Claus-Peter Kruth beisammen gesessen, um von ihm die wirtschaftlichen Abläufe erklärt zu bekommen – zum Beispiel, was sie tun müssen, um Insolvenzausfallgeld zu erhalten.