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3. Liga: KFC Uerdingen beendet Miniserie beim VfB Lübeck mit 0:1-Niederlage

0:1 beim VfB Lübeck : Miniserie des KFC Uerdingen ist beendet

Die Miniserie des KFC Uerdingen mit zwei Siegen in Folge ist beendet. Die Mannschaft von Trainer Stefan Krämer verliert beim Aufsteiger VfB Lübeck mit 0:1. Ersin Zehir schießt in der 56. Minute das Tor des Tages. Nach gutem Beginn fehlen am Ende die spielerischen Mittel, um zu punkten.

Während einer Drittligasaison mit ihren 38. Spieltag gibt es wahrscheinlich mindestens zehn Begegnungen, die als so genannte Schlüsselspiele bezeichnet werden können. Die Partie beim VfB Lübeck war eine davon. Für die Gastgeber, die trotz ihres 2:0-Siegs bei Viktoria Köln Tabellenletzter waren, ging es darum, die Rote Laterne abzugeben; für den KFC um die Weichenstellung in die obere oder eben in die untere Tabellenhälfte. Die Uerdinger verloren ein Spiel, in dem sie über weiter Strecken überlegen waren, mit 0:1.

Als Niko Weinhart vom Parkplatz in Richtung Tribüne schlenderte, wurde Wie bereits er etwas wehmütig. „Hier habe ich vor neun Jahren mal ein Probetraining absolviert“, erinnerte sich der KFC-Geschäftsführer an seine aktive Zeit. Ganz anders Trainer Stefan Krämer, der sich erst einmal orientieren musste, als er das Stadion an der Lohmühle betrat. In seinem 240. Drittligaspiel als Trainer betrat er Neuland. „Eigentlich kenne ich ja alle Stadien der Dritten Liga, aber hier bin ich zum ersten Mal“, berichtete er.

Nachdem der Coach nach dem Sieg in Duisburg (2:0) gegen Saarbrücken (1:0) die gleiche Anfangsformation aufgeboten hatte, änderte er sie diesmal auf zwei Positionen. Mike Feigenspan und Gustav Marcusson mussten Peter van Ooijen und Christian Kinsombi weichen. Sie waren gegen Saarbrücken eingewechselt worden und hatten für das Siegtor gesorgt. Kolja Pusch, der ebenfalls daran beteiligt war, musste zunächst auf der Bank Platz nehmen und sich erneut als Joker bereithalten.

Schon der Auftakt hatte es in sich. Nach 70 Sekunden setzte van Ooijen ein Zeichen, doch sein Schuss verfehlte knapp das Ziel. Nach vier Minuten war der Ball zum ersten Mal im Lübecker Netz, doch Muhammed Kiprit hatte aus einer Abseitsposition getroffen. Die Gäste machten somit vom Anpfiff an deutlich, dass sie nicht abwarten, sondern sofort auf Sieg spielen würden. Ein weiterer Schuss von Kiprit strich über die Latte. Auf der anderen Seite dauerte es eine halbe Stunde, ehe der VfB erstmals vor den Kasten von Torhüter Hidde Jurjus kam, der mit dem Schuss von Yannick Deichmann keine Mühe hatte. Glück hatte der Keeper aber zwei Minuten später, als KFC-Kapitän Assani Lukimya eine Hereingabe an den Pfosten lenkte – da wäre Jurjus niemals herangekommen. Wie bereits in Duisburg und gegen Saarbrücken ging es auch in Lübeck torlos in die Pause.

Die Gastgeber kamen deutlich besser aus der Kabine und bestimmten plötzlich das Spielgeschehen. Den ersten Schuss gaben sie in der 56. Minute ab - und er saß. Gino Fechner griff Ersin Zehir nicht an, der mit einem strammen Schuss aus 18 Metern genau in den Winkel traf. Der KFC reagierte sofort und übernahm wieder das Kommando. Doch die Mannschaft fand nicht mehr den Spielfluss der ersten Halbzeit und kam auch nicht mehr zu guten Möglichkeiten.

So reichte eine anfangs gute, dann engagierte Leistung nicht, um in Lübeck zu punkten. Der eine Fehler in der Defensive war einer zu viel. Der KFC verlor ein Spiel, in dem er in den ersten 45 Minuten die bessere Mannschaft war, dann aber nicht über die spielerischen Mittel verfügte, um sich durchzusetzen.