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3. Liga: Fehlstart des KFC Uerdingen ist nach dem 0:2 gegen den SV Meppen komplett

0:2 gegen SV Meppen : Fehlstart des KFC Uerdingen ist komplett

Der KFC Uerdingen schlägt aus seiner Überlegenheit kein Kapital und verliert gegen den SV Meppen mit 0:2. Nach der 1:2-Auftaktniederlage in Ingolstadt ist der Fehlstart für die neu formierte Mannschaft von Trainer Stefan Krämer damit komplett.

Wenn die Spieler des KFC Uerdingen eine Nacht darüber geschlafen haben, werden sie sich eine drängende Frage stellen: Wieso haben wir das Spiel gegen den SV Meppen eigentlich mit 0:2 (0:1) verloren? Vordergründig, weil Marcus Piossek in der 22. Minute und Valdet Rama in der 59. Minute ins Schwarze getroffen haben. Aber nicht zuletzt, weil die Gastgeber aus ihrer drückenden Überlegenheit kein Kapital schlagen konnte und sich in der Defensive zwei Fehler leisteten, die die Emsländer eiskalt zum Sieg nutzten. Die 1.179 Zuschauer verabschiedeten die Mannschaft angesichts der gar nicht einmal so schlechten Leistung die Verlierer mit Trost spendendem Applaus.

Bei den Uerdingern fehlten neben den drei aussortierten Spielern Kevin Großkreutz, Dominic Maroh und Manuel Konrad weiterhin die verletzten Stammspieler Kapitän Assani Lukimya, Jan Kirchhoff, Osayamen Osawe und Peter van Ooijen. Rijad Kobiljar war wieder genesen und saß beim Anpfiff auf der Bank. Kolja Pusch hatte das Abschlusstraining am Morgen problemlos absolviert und stand bei Beginn auf dem Rasen. „Er ist einsatzfähig und spielt von Anfang an“, sagte Trainer Stefan Krämer und erklärte auch warum: „Sollte er etwas verspüren, kann ich ihn raus nehmen. Ein Restrisiko gibt es nach so einer Verletzung immer. Da macht es keinen Sinn, ihn nach einer Stunde zu bringen und, wenn er dann etwas spürt, ihn zehn Minuten später wieder auszuwechseln.“

Krämer hatte seine Anfangsformation gegenüber der Vorwoche auf vier Positionen geändert: In der Abwehr bekam Edvinas Girdvainis, der zuletzt mit der Nationalmannschaft Litauens unterwegs und die Vorbereitungszeit zu kurz gewesen war, den Vorzug gegenüber Stefan Velkov. Im Mittelfeld spielten für Fridolin Wagner und Heinz Mörschel diesmal Kolja Pusch und Dave Gnaase, im Angriff Muhammed Kiprit für Ali Ibrahimaj. All das war keine Überraschung, denn die in Ingolstadt eingewechselten Gnaase und Kiprit, der das erste Saisontor für die Uerdinger erzielt hatte, hatten das Offensivspiel deutlich belebt. Und gegen Meppen wollte der KFC mit einem Sieg zeigen, dass er in dieser Saison eine deutlich bessere Heimbilanz anstrebt als in den beiden Spielzeiten zuvor.

Den ersten Warnschuss auf das Tor der Emsländer gab Tim Albutat ab, doch Lukas Plogmann, der Keeper der Emsländer, war auf dem Posten. Die Gastgeber waren spielbestimmend und setzten Meppen unter Druck. Ein Kopfball von Kiprit nach sehenswerter Kombination über das Tor. Doch quasi aus dem Nichts gab es die kalte Dusche für den KFC. Nach einer Flanke von Christoph Hemlein köpft Marcus Piossek in der 22. Minute zum 0:1 ein. Für seinen provozierenden Jubel vor dem Block der Uerdinger Fans wird er dann verwarnt – das gibt es auch nicht allzu oft. Die Uerdinger zeigten sich nur wenig beeindruckt, waren weiter dominant und die bessere Mannschaft. Mike Feigenspan hatte die nächste Chance, doch verzog er aus 14 Metern, Kiprit traf nur den Pfosten (35.). Als die Gäste zwei Minuten vor der Pause ein zweites Mal vor das KFC-Tor kamen, stockte den Fans der Atem – ein 2:0 wäre nun wirklich zuviel des Guten gewesen. Aber auch der Ausgleich blieb bei einem Schuss von Pusch verwehrt.

Nach dem Wechsel kommt Kobiljar für Grimaldi, spielerisch ändert sich wenig. Die Uerdinger drängen weiter auf den Ausgleich, doch dann klingelt es wieder auf der anderen Seite. Nach einem Freistoß griff Dave Gnaase nicht an und Valdet Rama erzielt mit einem Sonntagsschuss am Montag Abend das 2:0. Das war natürlich die Entscheidung. Es schien an diesem Abend, als könnten die optisch überlegenen Uerdinger noch stundenlang spielen, ohne ein Tor zu erzielen. In der hektischen Schlussphase sahen der Uerdinger Dave Gnaase und Meppens Luka Tankulic jeweils Gelb-Rot.

Die Gefahr, dass der Fehlstart sich noch ausweitet, ist groß. Denn am kommenden Sonntag müssen die Uerdinger beim Aufstiegskandidaten Hansa Rostock antreten.