3. Liga boomt dank der Traditionsvereine

DFB-Bilanz : Dritte Liga boomt dank Traditionsvereinen

Der DFB ist mit der Entwicklung überaus zufrieden. Die Einschaltquoten sind überraschend hoch.

Wenn der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in seine Zentrale nach Frankfurt lädt, hat er meist positive Nachrichten zu verkünden. Das war natürlich auch diesmal nicht anders, schließlich berichtete der DFB über seine erste Liga – die unter den beiden Klassen der Deutschen Fußball Liga (DFL) angesiedelte Dritte Liga. Schließlich hatte diese Klasse in den beiden voran gegangenen Spielzeiten vier Pleiten erlebt, als Vereine Insolvenz anmelden mussten. In der vergangenen Spielzeit schrieben 15 der 19 Vereine rote Zahlen. So hat der DFB einige Maßnahmen ergriffen, um die Vereine wirtschaftlich zu stabilisieren, was angesichts der geradezu marginalen Fernseheinnahmen im Vergleich zur Ersten und zweiten Liga gar nicht so leicht erscheint. Laut Direktorin Heike Ullrich und Abteilungsleiter Manuel Hartmann hat der DFB den Hebel auch eben dort angesetzt. Dank des neu ausgehandelten Fernsehvertrags erhält jeder Drittligist in dieser Saison anstatt der bisherigen 937.000 Euro nun 1,28 Millionen Euro, von denen jedoch gut 150.000 Euro in ein Bonussystem für die Nachwuchsförderung und das Financial Fair Play fließen. Da scheint die eine Partie am Montag pro Spieltag doch zu verschmerzen. Mindestens ebenso wichtig dürfte für die Verhandlungen mit Sponsoren sein, dass die Live-Spiele in den Dritten Fernsehprogrammen, von denen der KFC Uerdingen bereits fünf hatte, bis zu 500.000 Zuschauer hatten. Aber auch die Besucherzahlen in den Stadien steigen: Kamen in der vergangenen Saison 6.123 Fans, so sind es derzeit 8.341 im Schnitt.

Mehr von RP ONLINE