2:1-Sieg gegen Wuppertaler SV: KFC Uerdingen erstmals seit 2001 im DFB-Pokal

2:1-Zittersieg gegen Wuppertal : KFC Uerdingen erstmals seit 2001 im DFB-Pokal

Das war nichts für schwache Nerven. Silvio Pagano bringt Wuppertal in Führung, doch Roberto Rodriguez und Osayamen Osawe drehen die Partie vor 10.000 Zuschauern im Zoostadion.

Der KFC Uerdingen hat eines seiner beiden Saisonziele erreicht. Der Fußball-Drittligist hat durch einen 2:1 (1:1)-Sieg beim Wuppertaler SV den Niederrheinpokal gewonnen und sich damit für den DFB-Pokal qualifiziert. Das ist mehr als nur ein schönes Trostpflaster, nachdem es dem Aufsteiger nicht gelungen war, in der Meisterschaft in der Spitzengruppe um den Aufstieg in die zweite Liga mitzuspielen. Die erste Teilnahme am DFB-Pokal seit 2001 garantiert über 120.000 Euro und lässt den KFC von einem großen Los träumen.

KFC-Trainer Heiko Vogel zeigte durchaus Respekt vor dem Viertligisten, der mit den Fans im Rücken auf eine Überraschung gehofft hatte. Der Uerdingen Coach beendete das Experiment mit der Dreierkette und setzte auf die Viererkette. Das hatte zur Folge, dass Kapitän Mario Erb auf der Bank Platz nehmen musste und Dominic Maroh die Elf aufs Feld führte. Ansonsten stellte sich die Mannschaft nahezu von alleine auf, da die Top-Stürmer Maximilian Beister, Stefan Aigner und Adriano Grimaldi weiterhin verletzungsbedingt fehlten.

Es begann mit einer kalten Dusche und passierte, was unbedingt verhindert werden sollte: Nach einem Missverständnis zwischen Maroh und Chrsitian Dorda schnappte sich Silvio Pagano den Ball und brachte die Platzherren in Führung. Das heizte die zuvor schon sehr gute Stimmung im Wuppertaler Zoostadion weiter an und stärkte das Selbstbewusstsein des Außenseiters. Doch bereits zehn Minuten später kamen die favorisierte Krefelder zum Ausgleich. Roberto Rdriguez leitete ihn mit einem Zuspiel zum kurz zuvor für den verletzten Johannes Dörfler eingewechselten Maurice Litka, dessen Hereingabe Rodriguez vollstreckte. Danach verflachte das Spiel, doch die Gemüter wurden hitziger. Selbst der Halbzeitpfiff konnte nicht für Beruhigung sorgen. Auf dem Weg in die Kabine gab es heftige Rangeleien und Beleidigungen.

Nach Wiederanpfiff hatte sich die Lage auf dem Rasen beruhigt, schienen die Spieler wieder ihre Nerven im Griff zu haben, dafür sorgten einige in der KFC-Kurve für ein Feuerwerk, so dass der Schiedsrichter die Partie in der 52. Minute unterbrechen musste. Die Uerdinger waren überlegen, doch waren sie nicht in der Lage, sich hochkarätige Chancen zu erspielen, und in der Defensive waren sie stets verwundbar. So stand die Begegnung lange auf des Messers Schneide, weil der Wuppertaler Verteidiger Dennis Malura nach einer Ecke auf der Linie klärte.

In der 69. Minute nutzte Osayamen Osawe seine Schnelligkeit aus, lief zwei Gegenspielern davon und schoss zur 2:1-Führung der Uerdinger ein. Anschließend kam der WSV, doch blieb ihm der Ausgleich verwehrt. So kamen die Uerdinger zu einem hart erkämpften Sieg, der bis zur letzten Sekunde in Gefahr war. Kein glanzvoller Sieg, sondern ein Pokalkrimi erster Güte.

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