KFC Uerdingen: 0:1 gegen Kray! Uerdingen unter Zugzwang

KFC Uerdingen : 0:1 gegen Kray! Uerdingen unter Zugzwang

Der KFC Uerdingen ist im Kampf um den Aufstieg in die Fußball-Regionalliga unter Zugzwang geraten. Im Hinspiel der Relegation kassierten die favorisierten Krefelder am Donnerstag im heimischen Grotenburg-Stadion gegen den FC Kray eine 0:1 (0:1)-Niederlage. Zudem sahen Uerdingens Leistungsträger Ersan Tekkan und Marc-Andre Nimptsch jeweils die Gelb-Rote Karte.

Um das Comeback in der Regionalliga noch zu schaffen, muss der KFC die Pleite am Sonntag (15 Uhr) im Rückspiel im Essener Stadion am Uhlenkrug wettmachen.Uerdingen spielte bislang in der fünftklassen NRW-Liga, Kray hatte sich als Meister der klassentieferen Niederrheinliga für die Relegation qualifiziert.

Im Hinspiel suchten die Gäste aus Essen vor 6072 Zuschauern zunächst das Risiko und setzten den KFC unter Druck, ein Klassenunterschied konnte zu Beginn nicht verzeichnet werden.

Dann aber wurde der KFC immer stärker und spielte nun die Gäste ein Viertelstunde lang an die Wand. Den Anfang macht der sehr auffällige Kosi Saka mit einem Schuss ans Außennetz. Mehrfach fanden die Uerdinger nun ihre Stürmer Saka und Uzun im gegnerischen Strafraum und konnten sie dort freispielen.

Abgeblockte Schüsse führten in dieser Phase zu mehreren Eckbällen für die Uerdinger, die daraus jedoch kein Kapital schlagen konnten. Nach einer halben Stunde bekommt Uzun den Ball erneut im Strafraum, kann frei vor dem gegnerischen Torwart abschließen, aber der Ball geht knapp links am Tor vorbei.

Das war bis dahin die mit Abstand beste Chance des Spiels. Kray war abgemeldet und die Heimfans fragten sich, wann ihre Mannschaft endlich in Führung gehen würde. Doch der KFC wurde für seine schwache Chancenverwertung bestraft.

In der 31. Minute nutzte Gästespieler Elouriachi eine Unachtsamkeit in der Krefelder Verteidigung und erzielte die Führung für Kray. Noch vor der Pause (40.) wurde Uerdingens Kapitän Ersan Tekkan wegen wiederholten Foulspiels vom Platz gestellt. Innerhalb von nur drei Minuten hatte er das zweite Mal zugelangt und bekam dafür Gelb-Rot. Aus Sicht des KFC hätte es eine allerletzte Ermahnung des Schiedsrichters auch getan.

Die Partie wurde nun zunehmend hitzig, die Trainer beider Mannschaft lieferten sich ebenso ein verbales Duell wie viele Spieler auf dem Platz. Wohl nur die Halbzeitpause bewirkte ein Abkühlen der Gemüter.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel war es wieder der starke Kosi Saka, der mit einem Schuss aus nächster Nähe am Essener Keeper scheiterte. Uerdingen machte nun Druck, während Kray sich aufs Kontern verlegte, dabei aber meist ins Abseits rannte.

Nach zehn Minuten im zweiten Durchgang war es dann mit der relativen Ruhe auf dem Platz wieder vorbei, als Krays Kevin Sokhan-Sanj den Uerdinger Keeper Manuel Lenz im Strafraum anging und dafür die gelbe Karte sah.

Nach der ersten Drangphase der Uerdinger ließen beim KFC nun langsam die Kräfte nach und das Spiel verflachte zusehends. In Ballbesitz agierten die zehn Uerdinger oft zu langsam und ideenlos. Gefährlich wurde es immer dann, wenn Saka mit einem schnellen Dribbling ein, zwei Gegner stehenlassen konnte.

Ab der 76. Minute war Uerdingen um einen weiteren Spieler dezimiert: Nimptsch musste nach einem Foulspiel vom Feld. Die zweite gelbe Karte sah er vollkommen verdient, da er gut 20 Meter vor dem eigenen Tor seinen Gegenspieler von hinten abgrätschte.

Es blieb beim 0:1 und unterm Strich muss festgestellt werden, dass dieses Ergebnis nach einem völlig verkorksten Spiel aus Uerdinger Sicht noch die beste Nachricht darstellt. Unbegreiflich hingegen scheint, warum Kray in doppelter Überzahl nicht auf ein weiteres Tor spielte.

Ganz gleich, ob die Gäste dies nicht konnten oder nicht wollten. Im Rückspiel ist die Ausgangslage für Uerdingen nicht gut, aber verloren ist gegen Kray noch nichts, vor allem wenn dann wieder elf gegen elf gespielt wird.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das Relegationshinspiel KFC Uerdingen - FC Kray 0:1

(rl)
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