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Jens Lehmann entschuldigt sich nach Rassismus-Eklat erneut bei Dennis Aogo

Erneute Entschuldigung bei Aogo : Jens Lehmann zeigt Reue nach „unüberlegter Dummheit“

Jens Lehmann hat sich für seine rassistische Nachricht an Dennis Aogo erneut entschuldigt. Man dürfe solche Sprüche nicht machen, „sonst werden sie gesellschaftsfähig“, schrieb der 51-Jährige bei Twitter - und bezeichnete seine Nachricht als „unüberlegte Dummheit“.

Der frühere Fußball-Nationaltorhüter Jens Lehmann hat noch einmal für seine rassistische Nachricht an Dennis Aogo um Entschuldigung gebeten. "Wer mich kennt, weiß, dass diese Formulierung eine nicht ernst gemeinte, unüberlegte Dummheit war, die nicht das Geringste mit meiner persönlichen Einstellung zu tun hat. Man darf solche Sprüche nicht machen, sonst werden sie gesellschaftsfähig", schrieb Lehmann am Donnerstag bei Twitter.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Nach dem gestrigen Tag ist es mir sehr wichtig mich zu meiner Nachricht an Dennis Aogo zu äußern.<br>Wer mich kennt, weiß, dass diese Formulierung eine nicht ernst gemeinte, unüberlegte Dummheit war, die nicht das Geringste mit meiner persönlichen Einstellung zu tun hat.</p>&mdash; Jens Lehmann (@jenslehmann) <a href="https://twitter.com/jenslehmann/status/1390315059813961734?ref_src=twsrc%5Etfw">May 6, 2021</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Es sei ihm "sehr wichtig", dies klarzustellen. "Ich möchte mich dafür noch einmal von ganzem Herzen entschuldigen, ich bedauere meine Äußerung zutiefst und bitte jeden um Verzeihung, der sich dadurch verletzt gefühlt hat", so der 51-Jährige.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Man darf solche Sprüche nicht machen, sonst werden sie gesellschaftsfähig. Ich möchte mich dafür noch einmal von ganzem Herzen entschuldigen, ich bedauere meine Äußerung zutiefst und bitte jeden um Verzeihung  der sich dadurch verletzt gefühlt hat.</p>&mdash; Jens Lehmann (@jenslehmann) <a href="https://twitter.com/jenslehmann/status/1390315759776239624?ref_src=twsrc%5Etfw">May 6, 2021</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Lehmann hatte mit einer versehentlich an Aogo direkt geschickten Nachricht für Empörung gesorgt. Darin schrieb der ehemalige Schlussmann per WhatsApp: „Ist Dennis eigentlich euer quotenschwarzer?“ Versehen war der Satz mit einem Lach-Smiley vor dem Fragezeichen. An wen er die Nachricht eigentlich schicken wollte, ist weiter unklar. Aogo, der als Experte für den Sender Sky arbeitet, veröffentlichte die Aussage bei Instagram und schrieb dazu: „WOW dein Ernst? @jenslehmannofficial Die Nachricht war wohl nicht an mich gedacht!!!“. Lehmann verlor daraufhin umgehend seinen Posten im Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC. Auch die TV-Sender Sky und Sport1 kündigten an, nicht mehr mit Lehmann zusammenarbeiten zu wollen.

Aogo hatte schon am Mittwoch eine erste Entschuldigung Lehmanns angenommen. "Ich habe mit ihm zweimal telefoniert. Ich habe ihm abgenommen, dass es ihm leid tut. Ich fand nicht gut, was er geschrieben hat, auch die Formulierung nicht, und finde das ein Stück weit respektlos", sagte der Sky-Experte in einer Instagram-Story.

Allerdings wolle er auch betonen: "Jeder Mensch macht Fehler, jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient. Und ich finde es auch nicht richtig, wie sich alle jetzt auf ihn stürzen. Für mich ist das Thema erledigt." Aogo kündigte ein baldiges Treffen mit Lehmann an, um das Thema "aus dem Weg zu räumen".

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Aussetzer des Jens Lehmann

(sid/old/dpa)