MSV Duisburg: Ivo Grlic muss auch zu Hause bleiben

MSV Duisburg: Ivo Grlic muss auch zu Hause bleiben

Duisburg (RP). "So ist Fußball." Jürgen Kohler nahm die Nachricht, dass Ivo Grlic mit einem Haarriss im rechten Mittelfuß verletzt ausfällt und so die Reise heute morgen ins türkische Trainingslager nach Belek nicht mitmachen kann, nicht unbedingt mit Gelassenheit auf. Der 105fache Nationalspieler weiß eben, dass "immer mal was passieren kann".

Passiert war die Verletzung im Training. Erst einmal könne der Mittelfeldspieler für die nächsten Tage "gar nichts" machen, sagte Physiotherapeut Peter Kuhlbach gestern, danach gehe es in die Aufbauarbeit. Ungefähr zwei Wochen wird Grlic wohl brauchen.

Damit fehlen in Belek Grlic, Markus Hausweiler und Andreas Voss. Klemen Lavric absolvierte gestern am Rande nur ein Lauftraining, soll aber in Belek ins Mannschaftstraining einsteigen. Dann bliebe dem Angreifer mit Verletzungspech noch einiges an Zeit, um richtig wieder Tritt zu fassen. Dass der defensive Mittelfeldspieler Marco Caligiuri (VfB Stuttgart) und Stürmer Mohamadou Idrissou (Hannover 96/Vertrag bis 2008) mit ins Trainingslager fahren, ist bekannt.

Idrissou unterzog sich gestern der sportmedizinischen Untersuchung und erhielt "grünes Licht". Der in Hannover ausgeschiedene 25-Jährige aus Kamerun hat vor seiner Knieverletzung durchaus Qualität vor dem gegnerischen Tor unter Beweis gestellt.

In der Übungswoche am Mittelmeer wird außerdem morgen ein weiterer Profi für den defensiven Bereich erwartet. Es handelt sich dabei um Martin Djetou (31/früher AS Monaco), vor einigen Wochen schon einmal beim MSV auf dem Prüfstand, der aber nicht richtig fit war. Mittlerweile hat der Franzose für drei Monate beim englischen Premier-League-Club Bolton Wanderers gespielt.

Dass der neue Mann in der sportlichen Verantwortung lieber nicht nach Belek gefahren wäre, räumte Kohler gestern auf die entsprechende Frage spontan ein. Aber er akzeptiert naturgemäß die Gegebenheit, die abgeschlossene Organisation. Also wird ab heute Nachmittag im noch ziemlich kühlen türkischen Süden mit Zielrichtung 28. Januar zum ersten Auswärtsspiel der Rückrunde beim VfB Stuttgart gearbeitet. Als Spielsystem dürfte Jürgen Kohler das 3-5-2 bevorzugen, weil "es wohl am besten passt". Gestern lobte der Weltmeister von 1990 stellvertretend für die übrigen Arbeitskollegen Alexander Bugera mehrfach: "Er ist auf einem guten Weg." Psychologische Aufbauarbeit hin zu gesteigertem Selbstvertrauen gehört auch mit zur Marschrichtung des Trainers.

(Rheinische Post)
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