WM 2018: Politiker plädiert für legale Wettkämpfe von Hooligans

Vorschlag von russischem Politiker : Hooligans sollen sich legal prügeln dürfen

Ein russischer Parlamentsabgeordneter hat einen ungewöhnlichen Vorschlag gemacht, um das Hooligan-Problem bei der nächsten Weltmeisterschaft zu lösen. Rivalisierende Rowdy-Gruppen sollten bei der WM 2018 in Russland ganz legal unbewaffnet in einer Arena aufeinander los gehen dürfen und sich verprügeln, erklärte Igor Lebedew auf der Webseite der nationalistischen Liberal-Demokratischen Partei Russlands.

Der Sohn von Parteichef Wladimir Schirinowski vertrat den Standpunkt, solche organisierten Schlägereien — er verwendete das russische Wort für Kampf, "draka" —, "könnten Fan-Aggressionen in eine friedliche Richtung lenken".

Experten brüten derzeit darüber, wie bei dem nächsten Fußball-Großereignis Ausschreitungen wie bei der Europameisterschaft in Frankreich 2016 vermieden werden können. Organisierte russische Hooligan-Gruppen hatten sich damals in Marseille Straßenschlachten mit englischen Fans geliefert.

Lebedew schwebt vor, dass sich unbewaffnete gewaltbereite Hooligan-Gruppen von je 20 Mann in einer Arena sozusagen einen Stellvertreterkampf liefern. "Russland wäre der Pionier eines neuen Sports", schrieb er. So etwas könnte Tausende Schaulustige anlocken.
"Englische Fans, zum Beispiel, kommen an und fangen an, Herausforderungen zum Kampf zu suchen. Und sie bekommen die Antwort: Herausforderung angenommen. Ein Treffen in einem Stadion zu einer vereinbarten Zeit."

Lebedew ist nicht nur stellvertretender Duma-Präsident, sondern auch im Vorstand des russischen Fußballverbands.

(ap)