U19-Europameisterschaft 2018: Portugal erstmals Europameister

4:3-Sieg im Finale gegen Italien : Portugal erstmals U19-Europameister

Portugals Nachwuchs hat nach drei Final-Niederlagen erstmals den Titel bei der U19-Europameisterschaft gewonnen. Die Portugiesen besiegten am Sonntag im Finale im finnischen Seinäjoki Italien mit 4:3 (1:0) nach Verlängerung.

Die Führung für die Portugiesen besorgte Joao Filipe kurz vor dem Halbzeitpfiff (45.+1), der auch das 2:0 durch Trincao Francisco (72.) glänzend vorbereitete. Bei beiden Toren sah der Italiens Keeper Joao Virgina nicht gut aus. Für den überraschenden Ausgleich sorgte der Stürmer Moise Kean, der mit einem Doppelschlag innerhalb von einer Minute (75./76.) den Italienern den Einzug in die Verlängerung sicherte.

Dort war es erneut Joao Filipe, der mit seinem fünften Turnier-Tor für die erneute Führung der Portugiesen (101.) sorgte. Zwar gelang Gianluca Scamacca erneut der Ausgleich (107.), doch der acht Minuten zuvor eingewechselte Pedro Correia krönte das Offensivspiel des neuen Europameisters mit seinem Tor zum 4:3 (109.). Im Gruppenspiel waren die Portugiesen den Jung-Azzurri zuvor noch mit 2:3 unterlegen.

Somit schafften es die Portugiesen als erstes Team, zwei Jahre nach dem Gewinn der U17-EM auch den U19-Titel zu holen. Noch zehn Spieler vom Titelgewinn vor zwei Jahren standen in den Reihen der Iberer.

Titelverteidiger England musste sich nach einem 3:0 über Norwegen mit Rang fünf zufrieden geben, Rekordsieger Spanien (sieben Titel) war nicht für die Endrunde der besten acht Teams qualifiziert. Auch die deutsche Auswahl war im März in der letzten Qualifikationsrunde gescheitert. Eine 2:5-Niederlage gegen Norwegen hatte das Aus der Mannschaft von Trainer Meikel Schönweitz in der Qualifikation besiegelt. Damit hatten die DFB-Junioren auch frühzeitig die Qualifikation für die U20-WM im kommenden Jahr in Polen verpasst.

(pabie/dpa)
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