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Präsident des FC Barcelona Bartomeu droht Misstrauensvotum durch Mitglieder

Mehr als 20.000 Unterschriften : Präsident des FC Barcelona droht Misstrauensvotum durch Mitglieder

Nach dem Hickhack um den Verbleib des sechsmaligen Weltfußballers Lionel Messi beim FC Barcelona wächst der Druck auf Klubchef Josep Maria Bartomeu.

Dem Präsidenten des FC Barcelona droht ein Misstrauensvotum der Mitglieder und ein erzwungener Abschied schon vor den für März geplanten Wahlen. Mehr als 20 000 Menschen hatten nach Angaben der Initiative „Mehr als eine Bewegung“ bis Donnerstag eine Petition unterschrieben mit dem Ziel, den unbeliebten Josep Maria Bartomeu und seinen Vorstand durch ein Referendum aus dem Amt zu vertreiben. Notwendig waren mindestens 16 250 Stimmen.

Wenn die Unterschriften durch den spanischen Erstligisten anerkannt werden, muss der Club von Weltfußballer Lionel Messi das Referendum ansetzen. Sollten 66,5 Prozent der 150 000 Vereinsmitglieder sich für einen Abschied aussprechen, muss der Vorstand um Bartomeu schon vor März gehen.

Der 57 Jahre alte Bartomeu hatte zuletzt dafür gesorgt, dass Messi gegen seinen Willen bei den Katalanen bleibt. Der Profi gab bekannt, dass er bleibe, weil Vereinsboss Bartomeu auf die Zahlung der im Vertrag festgeschriebenen Ablösesumme bestanden habe. Diese beträgt nach Medienberichten 700 Millionen Euro. Messi wollte Barcelona nach der enttäuschenden Saison mit dem 2:8 gegen den FC Bayern München im Viertelfinale der Champions League eigentlich verlassen.

Jordi Farre, der sich um das Präsidentenamt des spanischen Traditionsvereins bewirbt, sagte: „Ich denke, ganz ehrlich, er sollte heute zurücktreten. Ich denke, dass die Zahl der Unterschriften so hoch ist, dass wir den faden Beigeschmack eines Referendums nicht brauchen, was eine Niederlage auf ganz schlechte Art wäre.“

(eh/dpa)