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In Sexvideo-Affäre: Staatsanwaltschaft fordert Bewährung für Benzema

In Sexvideo-Affäre : Staatsanwaltschaft fordert Bewährung für Benzema

Anders als Lucas Hernandez droht Karim Benzema wohl keine Haftstrafe. In der Sexvideo-Affäre von 2015 mit anschließender Erpressung fordert die Staatsanwaltschaft eine Bewährungsstrafe.

Karim Benzema muss im Prozess um versuchte Erpressung mit einem Sexvideo wohl keine Haftstrafe befürchten. Die Staatsanwaltschaft forderte für den französischen Fußball-Nationalspieler am Donnerstag in Versailles zehn Monate auf Bewährung und 75.000 Euro Geldbuße. Ein Urteil wird am Freitag erwartet.

Der Stürmer von Real Madrid ist bisher nicht vor Gericht erschienen. Dem 33-Jährigen wird vorgeworfen, 2015 in die versuchte Erpressung seines damaligen Nationalmannschaftskollegen Mathieu Valbuena verwickelt gewesen zu sein. Benzema weist dies zurück.

Vier weitere Männer sind wegen versuchter Erpressung angeklagt. Sie sollen ein Sexvideo Valbuenas benutzt haben, um Geld zu fordern. Das Video war ihnen durch den Datentransfer zu einem neuen Handy in die Hände geraten.

Benzema hatte Valbuena wegen des Videos kontaktiert. Er soll im Auftrag eines Jugendfreunds seinen Teamkollegen gedrängt haben, die Geldforderung der Erpresser zu erfüllen. Benzema beteuert hingegen, er habe Valbuena mit einem guten Rat lediglich einen Gefallen tun wollen.

"Benzema ist kein barmherziger Samariter, der helfen wollte", sagte allerdings Staatsanwältin Segolene Mares: "Er wollte den Erpressern über Unterhändler den Weg ebnen, an das Geld zu kommen."

Der Skandal hatte die französische Nationalmannschaft vor sechs Jahren erschüttert, sowohl Benzema als auch Valbuena mussten das Team verlassen. Benzema wurde von Nationaltrainer Didier Deschamps mittlerweile wieder begnadigt.

(dör/SID)