OP in Deutschland: Herz-Spezialisten sollen Karriere von Profi retten

OP in Deutschland: Herz-Spezialisten sollen Karriere von Profi retten

Sevilla (RPO). Um seine Karriere zu retten, muss sich Rechtsverteidiger Sergio Sanchez vom spanischen Fußball-Erstligisten FC Sevilla einer Herzoperation unterziehen. Wie Sanchez am Donnerstag auf der Internetseite des zweimaligen UEFA-Cup-Siegers bekannt gab, wird er den Eingriff in Deutschland vornehmen lassen.

"Wenn alles gut verläuft, stehen die Chancen gut, dass ich meine Karriere als Profi-Fußballer fortsetzen kann", sagte Sergio Sanchez. Jedoch sei der Eingriff kompliziert und mit einigen Risiken verbunden. "Sie sind gering, vergleicht man sie mit dem möglichen Nutzen", erklärte der 23-jährige Spanier.

Seit Januar dieses Jahres darf Sergio Sanchez nicht mehr Fußball spielen. Ärzte hatten bei einer Untersuchung eine Herzerkrankung bei dem ehemaligen U21-Nationalspieler festgestellt und eine Zwangspause auf unbestimmte Zeit verordnet.

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Die empfohlene Pause für Sanchez ist auch eine Reaktion des Klubs auf schlimme Erfahrungen. Im August 2007 war Antonio Puerta drei Tage nach seinen im Punktspiel des FC Sevilla gegen den FC Getafe erlittenen Herzstillständen gestorben.

Für weltweites Aufsehen hatte 2003 der Tod des Kameruner Nationalspielers Marc-Vivien Foe während des Confed-Cup-Halbfinals gegen Kolumbien in Lyon gesorgt. Im Alter von 28 Jahren brach Foe im Mittelkreis zusammen und starb wenig später im Krankenhaus. Wie die Ärzte später feststellten, litt Foe an einer Herzmuskelerkrankung.

(SID/can)