1. Sport
  2. Fußball
  3. International
  4. Spanien

FC Barcelona: Trainer Ronaldo Koeman für zwei Spiele gesperrt

Nach Roter Karte gegen Cadiz : Barca-Trainer Koeman für zwei Spiele gesperrt

Trainer Ronald Koeman vom FC Barcelona ist nach seiner Roten Karte im Spiel beim FC Cadiz vom spanischen Fußball-Ligaverband für zwei Spiele gesperrt worden. Der Niederländer verpasst damit das für seine Zukunft vielleicht schon entscheidenden Spiel.

Diesmal blieb es noch bei einem Platzverweis durch den Schiedsrichter. Aber nach dem enttäuschenden torlosen Unentschieden beim FC Cadiz wird eine weitere Rote Karte für Ronald Koeman seitens des FC Barcelona immer wahrscheinlicher.

Denn bei der Barca-Nullnummer in Andalusien fanden die Gäste sportlich erneut nicht in die Spur. "Agonie" titelte die spanische Sport-Tageszeitung AS, die Kollegen von Sport fassten die Begegnung unter der Überschrift "Frustration" zusammen.

Die brach in der Nachspielzeit auch aus dem umstritten Coach heraus, nach einem Disput mit dem Vierten Offiziellen wurde Koeman auf die Tribüne geschickt. "In diesem Land wird man für nichts des Platzes verwiesen", beschwerte sich der Niederländer anschließend. Auch derlei Pöbeleien dürften Vereinspräsident Joan Laporta nicht gefallen haben.

Noch scheinen die Katalanen Koeman aber eine Galgenfrist einzuräumen, die allerdings ablaufen dürfte, wenn das Heimspiel am Sonntag (16.15 Uhr/DAZN) gegen den noch sieglosen Außenseiter UD Levante nicht gewonnen werden sollte. Erneute Verweise auf das Fehlen von sieben verletzten Stammspielern werden dem 58-Jährigen dann wohl kaum den Job retten. Die für seine Zukunft vielleicht schon entscheidende Begegnung wird Koeman aber nicht auf der Bank verfolgen. Er wurde vom spanischen Ligaverband am Freitag für zwei Spiele gesperrt.

Nach gerade einmal sechs Spieltagen in der Primera Division beträgt der Rückstand auf den Erzrivalen und Tabellenführer Real Madrid bereits sieben Punkte. In Cadiz war es bereits das dritte Pflichtspiel hintereinander ohne Sieg.

Koeman blieb da aktuell nur, den Einsatzwillen seines Teams zu loben: "Man darf nicht nur auf das Ergebnis schauen, sondern muss auch die Einstellung sehen. Ich kann mich nicht beklagen."

Im Namen der Mannschaft versprach Abwehrchef Gerard Pique, es zumindest am Engagement weiterhin nicht fehlen zu lassen. "Wir können uns alle beschweren oder wir können arbeiten. Die Spieler sind hier, um zu arbeiten", sagte der Routinier.

Aber wenn es wieder nicht zu drei Punkten reicht? Dann gelten Klublegende Xavi, derzeit als Coach in Katar tätig, sein Landsmann Robert Martinez, aktuell Trainer der Nationalmannschaft Belgiens, oder Thierry Henry, Frankreichs Weltmeister von 1998, als mögliche Kandidaten für die Nachfolge Koemans. Reine Spekulationen hingegen dürften Gerüchte über Pep Guardiola oder Joachim Löw sein.

(sid/old)